Ein 2-in-1-Laptop ist 2026 dann eine gute Wahl, wenn du zwischen vollwertigem Laptop und handlichem Tablet wechseln möchtest. Der Microsoft Surface Pro 12 ist dafür die konsequenteste Lösung mit abnehmbarer Tastatur und Windows. Das Lenovo Yoga 9i Gen 10 Aura Edition eignet sich besser, wenn du meist wie an einem normalen Notebook arbeitest und nur gelegentlich den Bildschirm umklappst.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht „Welches Modell ist pauschal das beste?“, sondern: Welchen Teil des Geräts nutzt du häufiger – Tastatur oder Touchscreen?

Die besten 2-in-1-Laptops nach Nutzungsprofil

ModellFormatHauptumgebungBesonders geeignet fürWichtigster Kompromiss
Microsoft Surface Pro 12Abnehmbares Tablet mit Kickstand und magnetischer TastaturWindows 11Tablet-Handlichkeit und vollwertige Desktop-SoftwareKickstand und Tastatur-Cover sind beim Arbeiten auf dem Schoß weniger bequem; die 8-GB-Version kann Multitasking begrenzen
Lenovo Yoga 9i Gen 10 Aura EditionConvertible mit 360-Grad-ScharnierWindows 11 HomeProduktivität, Medien und Premium-AusstattungHoher Preis und weniger komfortable Tablet-Nutzung als bei einem abnehmbaren Gerät
Apple iPad Air M4 mit Magic KeyboardTablet mit TastaturaufsatziPadOSTouch-Bedienung und handgehaltene Tablet-NutzungiPadOS ist kein Desktop-Windows; die Handballenauflagen der Tastatur sind klein
Asus ROG Flow Z13Abnehmbares Gaming-GerätWindowsMobiles SpielenFür die überwiegende Tablet-Nutzung ist es weniger naheliegend als ein klassisches Tablet
Acer Chromebook Plus Spin 514Convertible-ChromebookChromeOSPreisbewusste Käufer und leichte AufgabenChromeOS bietet nicht dieselbe Desktop-Software-Umgebung wie Windows
Framework Laptop 12Reparierbares ConvertibleWindowsBastler und Nutzer, die Komponenten selbst wechseln möchtenDie DIY-Version muss aus Einzelkomponenten zusammengesetzt werden

Die Schlüsselfrage: abnehmbar oder 360-Grad-Convertible?

Bei einem abnehmbaren 2-in-1 trennst du den Bildschirm von der Tastatur. Der Microsoft Surface Pro 12 wird so zum vergleichsweise handlichen Windows-Tablet; ein integrierter Kickstand hält ihn auf dem Tisch aufrecht. Die magnetische Tastatur lässt sich für längere Schreibarbeiten wieder anbringen. Surface Slim Pen wird unterstützt, Tastatur und Stift werden in der allgemeinen Gerätebeschreibung jedoch separat geführt.

Das ist praktisch, wenn du häufig liest, zeichnest, Notizen machst oder den Bildschirm in der Hand verwendest. Auf dem Schoß bleibt ein Kickstand-Tablet allerdings weniger unkompliziert als ein Notebook mit fest verbundener Basis. Auch die Ausstattung zählt: Die 8-GB-Konfiguration des Surface Pro 12 kann bei vielen gleichzeitig geöffneten Programmen und anspruchsvolleren Anwendungen an Grenzen kommen.

Ein Convertible mit 360-Grad-Scharnier bleibt dagegen immer ein Laptop. Du klappst den Bildschirm nach hinten, stellst das Gerät im Zeltmodus auf oder verwendest es flach als Tablet. Die Tastatur verschwindet dabei nicht – sie liegt lediglich auf der Rückseite. Für Schreibtisch, Hörsaal und klassische Produktivitätsprogramme ist dieses Konzept meist vertrauter.

Surface Pro 12: die abnehmbare Windows-Option

Der Microsoft Surface Pro 12 kombiniert ein 12-Zoll-Display mit einer abnehmbaren Tastatur und einem Kickstand. Sein größter Vorteil ist die Verbindung aus Tablet-Form und vollwertigem Windows. Damit eignet er sich für Menschen, die unterwegs möglichst wenig Gewicht und beim Arbeiten trotzdem klassische Desktop-Programme nutzen möchten.

In Deutschland werden für die Konfiguration mit 16 GB RAM und 256 GB Speicher 999 € beziehungsweise 1.033,60 € genannt. Das sind unterschiedliche Marktpreise für dieselbe Speicherausstattung; Zubehör und konkrete Händlerbedingungen können dabei abweichen.

Als alleiniger Laptop-Ersatz funktioniert der Surface Pro 12 für viele Nutzer. Entscheidend sind aber die Tastatur-Ergonomie, der Kickstand und die gewünschte Arbeitsspeicher-Ausstattung. Wer regelmäßig große Projekte, viele Browser-Tabs oder anspruchsvolle Anwendungen parallel nutzt, sollte die 16-GB-Version ins Visier nehmen.

Lenovo Yoga 9i: das Premium-Convertible

Lenovo Yoga 9i im Praxistest: Display, Tastatur, Anschlüsse und Linux-Kompatibilität

Das Lenovo Yoga 9i Gen 10 Aura Edition ist die bessere Wahl, wenn sich dein Alltag überwiegend wie klassisches Notebook-Arbeiten anfühlt. Das 360-Grad-Scharnier bietet mehrere Aufstellwinkel, ohne dass du eine Tastatur abnehmen und separat verstauen musst.

Die getestete Konfiguration besitzt ein 14-Zoll-OLED-Display mit 2.880 × 1.800 Pixeln und 120 Hz, 32 GB RAM, 1 TB Speicher und wiegt 2,91 Pfund – umgerechnet rund 1,32 kg. Im Labortest erreichte sie 21:56 Stunden Akkulaufzeit. Ein Eingabestift gehört zum getesteten System ebenfalls dazu.

Ein Praxistest maß außerdem 504 cd/m² Spitzenhelligkeit und 1,5 mm Tastenhub. Für Linux zeigte sich dabei ein konkreter Stolperstein: Das System startete zunächst erst nach dem Abschalten von Secure Boot; außerdem fehlten in der ersten Prüfung Funktionen bei Lautsprechern und Bluetooth. Das ist vor allem für Linux-Nutzer ein wichtiger Punkt vor dem Kauf.

Die besten Optionen für besondere Anforderungen

Für Tablet-Nutzung: Apple iPad Air M4

Das Apple iPad Air M4 ist die tablet-orientierte Alternative zu Windows-2-in-1-Geräten. iPadOS bietet eine auf Touch-Bedienung ausgelegte App-Umgebung und verbesserte Fenster- und Cursorfunktionen. Mit dem Magic Keyboard lässt sich das iPad Air auch für längere Texte und Büroaufgaben einsetzen.

Der Kompromiss liegt in der Software: iPadOS fühlt sich bei der Tablet-Bedienung besonders passend an, ersetzt aber nicht automatisch die Desktop-Umgebung von Windows. Wenn du spezielle Windows-Programme brauchst, ist ein Surface Pro 12 oder ein Convertible mit Windows die naheliegendere Richtung.

Für Gaming: Asus ROG Flow Z13

Das Asus ROG Flow Z13 ist die gaming-orientierte Empfehlung unter den abnehmbaren 2-in-1-Geräten. Die kompakte Bauform und die abnehmbare Tastatur machen es interessant für Spieler, die ein transportables System suchen und die Tablet-Funktion tatsächlich nutzen möchten.

Sein Schwerpunkt liegt klar beim Spielen. Wenn du hauptsächlich schreibst, surfst und Videos ansiehst, ist ein leichteres Tablet oder ein gewöhnliches Convertible wahrscheinlich passender. Für die Entscheidung zählt hier also nicht allein die 2-in-1-Bauweise, sondern ob du Gaming-Leistung unterwegs wirklich brauchst.

Für ein kleineres Budget: Acer Chromebook Plus Spin 514

Das Acer Chromebook Plus Spin 514 ist ein 360-Grad-Chromebook mit 12 GB RAM und ChromeOS. Es richtet sich an Nutzer, die vor allem im Browser arbeiten, Dokumente bearbeiten, streamen und ein unkompliziertes Gerät für Alltag und Schule suchen.

ChromeOS ist dabei Stärke und Grenze zugleich: Das System ist auf Web- und Android-Anwendungen ausgerichtet und bietet nicht dieselbe Auswahl klassischer Desktop-Programme wie Windows. Für webbasierte Aufgaben reicht das oft völlig; für spezielle Software solltest du vorher die Plattformanforderungen prüfen.

Für Reparatur und Eigenbau: Framework Laptop 12

Das Framework Laptop 12 ist auf Reparierbarkeit und Eigeninitiative ausgelegt. Prozessor und Mainboard lassen sich laut der Produktbeschreibung separat ersetzen oder aufrüsten. Bei der DIY-Version setzt du den Rechner aus seinen Komponenten selbst zusammen.

Das ist keine Lösung für Käufer, die nur auspacken und loslegen möchten. Dafür erhältst du ein Konzept, bei dem Wartung und spätere Upgrades stärker zum Gerät gehören als bei vielen herkömmlichen Convertibles.

2-in-1-Laptops im Vergleich: Gaming, Preis, Premium-Modelle und Reparierbarkeit

Was du mit jedem Format opferst

Kein 2-in-1 verbindet Tablet und Laptop ohne Kompromisse. Ein abnehmbares Gerät ist in der Hand angenehmer, steht aber auf dem Schoß weniger stabil. Ein Convertible bietet die vertraute Laptop-Basis, bleibt als Tablet jedoch dauerhaft mit der Tastatur verbunden.

Auch die Software entscheidet: Windows bringt die klassische Desktop-Umgebung, während iPadOS bei Touch-Apps und handgehaltener Nutzung punktet. ChromeOS ist für browserbasierte Aufgaben schlank und direkt, setzt aber stärker auf kompatible Web- und Android-Anwendungen.

Bei der Ausstattung solltest du außerdem genau auf die konkrete Konfiguration achten. Beim Surface Pro 12 macht der Arbeitsspeicher einen praktischen Unterschied. Beim Yoga 9i stammen Display-, Gewicht- und Akkudaten aus einer bestimmten Testkonfiguration und lassen sich nicht automatisch auf jede Variante übertragen.

So findest du deinen passenden 2-in-1-Laptop

  1. Entscheide dich zuerst für das Format. Willst du den Bildschirm regelmäßig ohne Tastatur in der Hand nutzen? Dann ist ein abnehmbares Gerät wie der Microsoft Surface Pro 12 die logischere Wahl. Bleibt die Tastatur fast immer im Einsatz, passt ein Convertible besser.
  2. Wähle das Betriebssystem nach deinen Programmen. Windows ist die sichere Richtung für klassische Desktop-Software. iPadOS passt besser zu einer Touch-first-Arbeitsweise, ChromeOS zu browserbasierten Aufgaben.
  3. Plane den Arbeitsspeicher nicht zu knapp. Beim Surface Pro 12 kann die 8-GB-Version Multitasking und anspruchsvollere Anwendungen einschränken; 16 GB sind für einen vielseitig genutzten Windows-Rechner die sinnvollere Konfiguration.
  4. Prüfe den Spezialfall. Für Gaming führt die Auswahl zum Asus ROG Flow Z13, für Reparierbarkeit zum Framework Laptop 12, für Tablet-Nutzung zum Apple iPad Air M4 und für Premium-Produktivität zum Lenovo Yoga 9i Gen 10 Aura Edition.
  5. Beziehe Zubehör in die Rechnung ein. Beim Surface Pro 12 werden Tastatur und Surface Slim Pen separat geführt, während beim getesteten Yoga 9i ein Eingabestift zum System gehörte.

Wer hauptsächlich am Schreibtisch arbeitet, fährt mit dem Lenovo Yoga 9i Gen 10 Aura Edition am unkompliziertesten. Wer dagegen zwischen Sofa, Zug und Tablet-Modus wechselt und weiterhin Windows-Programme braucht, findet im Microsoft Surface Pro 12 das passendere Konzept.