Die Leistung einer Festplatte oder SSD zu messen ist keine einfache Angelegenheit. Das Dateiformat, das Betriebssystem, die natürlichen Fähigkeiten des Controllers, die Schnittstelle, der verfügbare Cache, der NAND-Hersteller und sogar das Alter des Laufwerks können die Ergebnisse beeinflussen – und genau deshalb endet unsere Suche nach geeigneten Benchmarking-Tools nie. Heute ist Disk Gazer an der Reihe, das Grafiken und erweiterte Parameter bietet, die in dieser Art von Anwendungen nicht gerade üblich sind.

Disk Gazer: Fortschrittlicher Benchmark für Festplatten und SSDs
Benchmark für Festplatten und SSDs

Die Zahl der Benchmarks, die sich auf Festplatten und SSDs konzentrieren, ist beeindruckend. Tatsächlich glaube ich, dass wir für jede Sichtweise oder Theorie zur Geschwindigkeitsmessung einen finden können. CrystalDiskMark ist eine Art De-facto-Standard auf dem Markt, aber Size4KWrite schlägt vor, den Einfluss von Prozessor und Speicher während seiner Tests zu umgehen, und ReadSpeed geht noch einen Schritt weiter, indem es unter MS-DOS arbeitet.

Wie auch immer: Der Anwender sollte Zugang zu mehr Werkzeugen haben und nicht zu weniger, damit er seinen eigenen Standard bzw. seine eigene Methode finden kann. Mit diesem Gedanken kommen wir zu Disk Gazer, einem kostenlosen und Open-Source-Benchmark, entwickelt von „emoacht“, dem Schöpfer der App Monitorian zur Steuerung der Bildschirmhelligkeit. Im Allgemeinen misst Disk Gazer die sequenzielle Geschwindigkeit, hat aber ein paar Tricks im Ärmel.

Bewerte die Leistung deiner Laufwerke und SSDs mit Disk Gazer

Disk Gazer: Fortschrittlicher Benchmark für Festplatten und SSDs
Disk Gazer ist nicht einfach ein „dummer Benchmark“; wir können verschiedene Werte anpassen.

Disk Gazer ist vollständig portabel und benötigt keine Installation. Die Oberfläche mag anfangs etwas einschüchternd wirken, aber ein kurzer Blick in die Readme-Datei hilft, Zweifel auszuräumen. Ein Klick auf die Schaltfläche „Start“ startet einen einfachen Benchmark mit den Standardparametern. „Run“ legt die Anzahl der Tests fest (maximal 9), aber wir finden auch „Block“ und seinen Offset.

„Block“ legt die Blockgröße in Kilobyte fest, während der Offset es ermöglicht, ihn zu unterteilen, um zusätzliche Tests zu erzeugen. Ein Block von 1024 KB mit einem Offset von 1/32 ergibt zum Beispiel 32 Lesevorgänge von 32 KB, die mit 5 multipliziert 160 Benchmarks liefern – für ein deutlich präziseres und stabileres Diagramm.

Disk Gazer: Fortschrittlicher Benchmark für Festplatten und SSDs
Möchtest du einen bestimmten Abschnitt des Laufwerks bewerten? Das kannst du tun.

Schließlich finden wir „Area“ und „Location“. Mit „Area“ legen wir die Größe der zu bewertenden Fläche in Gigabyte fest, und „Location“ übernimmt die genaue Position. Ein weiteres Beispiel: Wenn du Benchmarks der drei Gigabyte nach der 150-GB-Marke benötigst, erlaubt dir Disk Gazer das problemlos.

Warum ist das nützlich? Weil es hilft, die Konsistenz und das Verhalten der Laufwerke über ihre gesamte Ausdehnung zu bewerten – etwas, das bei der Erstellung mehrerer Partitionen oder beim Einsatz von „Short Stroking“ auf herkömmlichen Festplatten unerlässlich ist.

Offizielle Website und Download: Hier klicken