Wenn du dich für den Bau von Prozessoren und anderen Komponenten von Grund auf interessierst, ist der YouTube-Kanal von James Sharman auf YouTube ein ausgezeichneter Ausgangspunkt. Sharman arbeitet seit mehr als zwei Jahren an einem 8-Bit-Prozessor, und wie zu erwarten ist, haben ihn seine Anhänger mit der Frage bombardiert: »Kann er Doom ausführen?« Eigentlich liegt Sharmans Design weit unter dem Minimum, das nötig ist, um die höllischen Horden loszulassen, aber wenn wir von einer Anpassung sprechen – nun ja…
Die Mindestanforderungen von Doom sprechen von einem Prozessor 386 oder höher, 4 MB RAM, einer VGA-Grafikkarte und einer Festplatte mit genügend Platz für seine Dateien. In der Praxis benötigt das Spiel viel mehr Feuerkraft … es sei denn, der Benutzer akzeptiert einen Bildschirm in der Größe einer Briefmarke.
Zum Glück gibt es Projekte wie FastDoom, die bescheidene Hardware effizienter nutzen, und die Community hat wahrlich unglaubliche Ports veröffentlicht, aber die grundlegende Frage lautet: Wie weit nach unten können wir gehen? James Sharman auf YouTube hat beschlossen, die Antwort mit seinem 8-Bit-Prozessor zu erkunden – und hier ist das Ergebnis:
Doom auf 8 Bit – ein Hardwareproblem
Sharmans anfänglicher Vergleich ist eindeutig: Der Intel 386 ist ein 32-Bit-Prozessor mit einer durchschnittlichen Frequenz von 33 MHz, während sein Chip 8 Bit erreicht und mit 4 MHz arbeitet. Der Unterschied beim RAM ist ebenso gigantisch: 4 Megabyte stehen 64 Kilobyte gegenüber. Das Anfangsbild des schießenden Doomguy hat eine Auflösung von 320 × 200 Pixeln in 8 Bit und belegt insgesamt 62,5 Kilobyte, sodass es kaum in den Speicher passt. Sharman erwähnt auch die Doom-Version für das Super NES: Die Konsole ist 16-Bit, aber Doom nutzt den Super-FX-Coprozessor.
Seine Alternative ist eine spezielle Demo in Assembler namens „Doomed“. Auf den ersten Blick wirkt sie wie eine Mischung aus dem 3D-Labyrinth-Bildschirmschoner von Windows und dem klassischen Wolfenstein 3D, aber es sind mehr als fünftausend Zeilen Code, und sie erreicht beeindruckende 19 FPS bei einer Auflösung von 80 × 60 Pixeln. Was anfangs lächerlich klang, entwickelte sich zu einer sehr befriedigenden Übung für Sharman – und für uns alle. Vielleicht läuft das ursprüngliche Doom nicht auf seiner Hardware, aber es diente definitiv als Inspirationsquelle.
Quelle: Hackaday