Ehemalige Nvidia-Mitarbeiter und -Forscher gründen Robotik-Start-ups mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Veeda AI entwickelt simulierte Welten für das Robotertraining; Flexion Robotics, Dream Labs und Index Robotics stehen für weitere Gründungen. Ein Bericht vom 29. September 2026 beschreibt diese Entwicklung.
Von Trainingswelten bis zu neuen Robotikfirmen
Sanja Fidler, zuvor Nvidias Vizepräsidentin für KI-Forschung, verließ das Unternehmen im Juli 2026 und gründete Veeda AI gemeinsam mit weiteren ehemaligen Nvidia-Mitarbeitern. Das Start-up entwickelt simulierte Welten, in denen Roboter trainiert werden. Solche Umgebungen ermöglichen Training in einer virtuellen statt in einer physischen Umgebung.
Der frühere Nvidia-Forscher Joel Jang soll Dream Labs gegründet haben. Über die Tätigkeit des Unternehmens ist bekannt, dass es ein Robotik-Start-up ist. Flexion Robotics wurde von den ehemaligen Nvidia-Mitarbeitern Nikita Rudin und David Hoeller mitgegründet. Index Robotics gründete der frühere Nvidia-Robotikpraktikant Siddhant Haldar.
Physical AI bezeichnet KI-gestützte Maschinen, die mit der physischen Welt interagieren. Die genannten Start-ups stehen dabei nicht alle für denselben Ansatz: Veeda AI arbeitet an virtuellen Trainingswelten, während die übrigen Gründungen unterschiedliche Wege in der Robotik verfolgen.
Warum die Gründer Nvidia verließen
Nikita Rudin und David Hoeller verließen Nvidia, weil sie Robotik für reif genug hielten, um in den Einsatz zu kommen. Hoeller zufolge waren sie nicht überzeugt, dass sie dieses Ziel innerhalb von Nvidia am schnellsten erreichen würden.
Siddhant Haldar nannte den Mangel an Trainingsdaten aus der realen Welt als einen Faktor, der die Robotik gebremst habe. Fortschritte bei KI-Modellen und die Verfügbarkeit von Risikokapital machten den Zeitpunkt für eine Gründung aus seiner Sicht attraktiver.
Wie Flexion Robotics mit Nvidia verbunden ist
Nvidia soll in Flexion Robotics und Dyna Robotics investiert haben. Nikita Rudin, CEO und Mitgründer von Flexion Robotics, zufolge trifft Nvidia sein Unternehmen alle zwei Wochen und gibt ihm frühzeitig Zugang zu Werkzeugen, die Flexion testen kann.
Was Nvidia vom Start-up-Ökosystem haben könnte
Ein wachsendes Robotik-Ökosystem könnte Nvidia zusätzliche Nachfrage nach Chips und Software bringen: Start-ups, die Roboter entwickeln, könnten dafür auf die Technik des Unternehmens zurückgreifen.