Danilo Candia, Channel Sales Manager für AMD in Chile und Bolivien, empfahl laut einem am 25. Oktober 2026 veröffentlichten Artikel von Tarreo, manche Ryzen-X3D-Gaming-PCs mit einem 16-GB-Riegel zu bauen. Benchmarks von eTeknix und Micro Center zeigen je nach Prozessor, Spiel und Messgröße unterschiedliche Ergebnisse.

Ein RAM-Einzelmodul ist ein einzelner Speicherriegel. In einem System mit zwei Speicherkanälen belegt ein einzelner Riegel nur einen davon. Wie sich das auf die Spieleleistung auswirkt, hängt unter anderem von der CPU und dem Spiel ab.

Was Candia mit dem 16-GB-Riegel meinte

Candia begründete seine Empfehlung mit 3D V-Cache: Die größere Cache-Ausstattung der Ryzen-X3D-Prozessoren senke ihre Abhängigkeit vom Arbeitsspeicher. Seine Empfehlung bezog sich auf manche Gaming-PCs, nicht auf jeden Rechner und jedes Spiel.

AMD nennt für den Ryzen 7 9800X3D DDR5-Speicher, zwei Speicherkanäle und 96 MB L3-Cache. Ein Prozessor mit zwei Speicherkanälen kann also mit einem einzelnen Riegel betrieben werden, nutzt damit aber nicht beide Kanäle.

Was der kapazitätsgleiche Test mit dem Ryzen 7 9800X3D zeigt

Das englischsprachige eTeknix-Video vergleicht 1×32 GB mit 2×16 GB DDR5-6000 CL40 in fünf Spielen, darunter auf dem Ryzen 7 9800X3D.

eTeknix verglich beim Ryzen 7 9800X3D einen 32-GB-Riegel Adata Knox DDR5-6000 CL40 mit einem 2×16-GB-Kit XPG Lancer Blade DDR5-6000 CL40. Beide Konfigurationen boten insgesamt 32 GB. Der Test lief mit einer RTX 5090 bei 1080p über fünf Spiele; eTeknix normalisierte dabei die Speicher-Timings und Sub-Timings.

Im Gesamtergebnis meldete eTeknix einen Unterschied von 3 Prozent bei den durchschnittlichen FPS (Bildern pro Sekunde) und 6 Prozent bei den 1%-Lows, also den Werten für das langsamste Prozent der Messungen. Durchschnittswerte und 1%-Lows beschreiben unterschiedliche Aspekte der Leistung: Ein ähnlicher Durchschnitt bedeutet nicht zwangsläufig, dass die niedrigsten Frameraten ebenso dicht beieinanderliegen.

Warum die Ergebnisse bei Micro Center je nach Spiel auseinandergehen

Micro Center testete den Ryzen 9 9850X3D mit einem 16-GB-Riegel und mit zwei 16-GB-Riegeln bei 1080p. Der Vergleich verändert neben der Zahl der Riegel auch die Gesamtkapazität: 16 GB stehen 32 GB gegenüber. Die Messwerte trennen daher den Einfluss der Speicherkapazität nicht vom Einfluss der Modulkonfiguration.

SpielAuflösung und VoreinstellungMesswert1×16 GB2×16 GB
Helldivers 21080p, UltraDurchschnittliche FPS117,0158,4
Helldivers 21080p, UltraMaximale FPS145,4270,7
Starfield1080p, UltraDurchschnittliche FPS217,0219,3
Counter-Strike 21080p, HochDurchschnittliche FPS389,47389,48
Counter-Strike 21080p, HochMinimale FPS46,4579,57

In Starfield und bei den durchschnittlichen FPS von Counter-Strike 2 lagen die Werte nah beieinander. Bei Helldivers 2 fiel der Abstand im Durchschnitt größer aus; auch die minimalen FPS von Counter-Strike 2 unterschieden sich deutlich. Die Resultate hängen somit nicht nur davon ab, ob ein oder zwei Riegel eingesetzt werden, sondern auch davon, welches Spiel und welcher Messwert betrachtet wird.

Was die Tests für einen Ryzen-X3D-PC bedeuten

Wer genau ein 16-GB-Modul erwägt, findet bei Micro Center einen direkten Test dieser Kapazität auf einem Ryzen 9 9850X3D. Die dortigen Ergebnisse vergleichen allerdings zugleich 16 GB mit 32 GB. Der kapazitätsgleiche Test von eTeknix hält die Gesamtkapazität bei 32 GB, verwendet aber ebenfalls ein anderes Setup. Seine Unterschiede von 3 Prozent bei den durchschnittlichen FPS und 6 Prozent bei den 1%-Lows gelten für diesen Test, nicht automatisch für eine 16-GB-Konfiguration.

Auch sporadische Eingabeverzögerungen lassen sich nicht pauschal einem einzelnen RAM-Riegel zuschreiben. Ein Reddit-Nutzer berichtete, dieselben Symptome bereits auf einem älteren PC mit 2×16 GB DDR4 erlebt zu haben.