Es besteht kein Zweifel mehr, dass die Nintendo Switch die Party, den Kuchen und die Musik auf dem Markt der Handheld-Konsolen gestohlen hat. Aber auf der anderen Seite sehen wir immer noch die PlayStation Vita, die trotz ihrer sechs Jahre dank einer breiten Liste an Spielen und ihres enormen Hack-Potenzials stabil bleibt. Das führt uns zu der großen Falle von Sony, bestehend aus ihrem abnehmbaren Speichersystem, das proprietäre Speicherkarten verwendet. Ein neues Crowdfunding-Projekt will das 3G-Modem der PlayStation Vita durch einen Adapter ersetzen, der microSD-Karten liest und damit die Probleme von Preis und Verfügbarkeit an der Wurzel beseitigt.
Alle Hacking-Anleitungen für die PlayStation Vita beginnen mehr oder weniger gleich: Die Konsole muss die Firmware-Version 3.60 besitzen, und von dort installiert der Benutzer einen Hack namens HENkaku. Der Build 3.60 ist erforderlich, um das Gerät vollständig zu befreien, aber es gibt neue Ressourcen für die Builds 3.61 und 3.63, obwohl sie begrenzter sind. Leider scheint es keine Downgrade-Option zu geben, was den Kauf von Hauptplatinen mit vorinstalliertem 3.60 sehr beliebt gemacht hat. Der Installationsprozess für HENkaku ist gut dokumentiert, aber alle Benutzer müssen mit den proprietären Speicherkarten von Sony kämpfen. Sie sind teuer und in einigen Märkten sehr schwer zu bekommen, aber die Community versucht erneut, diese letzte Kette zu durchbrechen.
Der Enthusiast Yifan Lu hat einen kleinen Adapter entwickelt, der das 3G-Modem in bestimmten Modellen der PlayStation Vita durch einen microSD-Kartenleser ersetzt. Es wird angenommen, dass die 3G-Konnektivität dafür da ist, dass Benutzer online spielen können, ohne auf WLAN angewiesen zu sein, aber am Ende war diese Funktion nicht sehr beliebt.
Der Adapter basiert auf einem USB2244-Chip, beeinträchtigt die Akkulaufzeit nicht wesentlich und ist sehr einfach zu installieren. Das ursprüngliche Modem ist einfach ein USB-2.0-Gerät mit einer Mini-PCI-Express-Schnittstelle. Sobald die PlayStation Vita mit HENkaku gehackt ist, muss man nur noch die entsprechenden Treiber laden.
Die Kampagne von Lu auf Indiegogo ist sehr begrenzt, mit nur 135 Einheiten, die bereits verkauft wurden. Da er nicht beabsichtigt, Geld zu verdienen, bringt der Adapter keinerlei Garantie mit sich und kann auch nicht ersetzt werden, wenn er ab Werk defekt ist. Auch wenn dies die meisten Interessenten abschrecken würde, gibt es ein kleines Detail: Der Adapter ist Open Source, also ist es nur eine Frage der Zeit, bis jemand ihn nachbauen und vielleicht optimieren kann.
Eine weitere Hürde ist die ausschließliche Unterstützung für die PlayStation Vita mit 3G-Modem und OLED-Bildschirm mit Firmware 3.60. Alternativ kann man, wie oben erwähnt, eine Ersatz-Hauptplatine erwerben, deren Preis bei etwa 25 Dollar liegt. Ja, das ganze Mainboard ist billiger als eine Speicherkarte...