Der Abschied von Röhrenmonitoren und die Einführung der LCD-Technologie brachte viele Vorteile – aber auch neue Probleme. Eines davon ist, dass Schwarz nicht wirklich Schwarz ist, und wir müssen uns mit einer Art dunklem Grau abfinden, das letztlich alle Bilder „auswäscht“. OLED-Monitore versprechen, dem ein Ende zu bereiten, doch ihre Preise sind derzeit eine wahre Kehrseite. Matt vom Kanal DIY Perks hat sich jedoch eine andere Möglichkeit überlegt: den Bau eines doppellagigen LCD-Monitors.
Das Backlight-System ist in jedem modernen Monitor und Fernseher unerlässlich, aber gleichzeitig einer unserer Hauptgegner. Warum? Weil der Bildschirm bei der Wiedergabe schwarzer Bilder oder kontrastreicher Szenen das Backlight nicht vollständig blockieren kann und wir immer ein leichtes Durchscheinen oder Lichthöfe haben.
Die OLED-Technologie verspricht, die Tyrannei des Backlights und seine falschen Schwarztöne zu beenden – aber die Preise helfen nicht weiter. Ein LG-UltraGear-Panel schwebt bei rund 1.200 Euro, und es ist derzeit sehr schwer, eine solche Investition zu rechtfertigen. Welche Alternativen gibt es also? Matt vom Kanal DIY Perks bietet eine an: einen doppellagigen LCD-Monitor zu bauen und so eine Art „falschen OLED“ mit besserem Kontrast zu erschaffen.
Doppellagiger LCD-Monitor für optimierten Kontrast
Der Prozess beginnt mit der Demontage zweier identischer Monitore: Hier darf es keine Variable geben, daher müssen sie dasselbe Modell und dieselbe Größe haben. Das Trennen der Panels von ihrer Halterung ist eine heikle Angelegenheit, die viel Geduld erfordert, aber definitiv machbar ist. Das erste ernsthafte Problem tritt auf, wenn man ein Panel über das andere legt: Die Polarisationsschichten interferieren miteinander und blockieren das gesamte Licht, was zu einem schwarzen Bildschirm führt. Die Lösung besteht darin, so etwas wie Transparentpapier zwischen die beiden Panels zu legen.
Die zweite Herausforderung besteht darin, die Helligkeit zu optimieren, da das zusätzliche Panel mehr Licht blockiert. Matt entschied sich hier für einen Brute-Force-Ansatz und baute ein leistungsstärkeres Backlight. Das Transparentpapier kommt erneut zum Einsatz und dient als Diffusor, muss aber in einem bestimmten Abstand installiert werden. Im Übrigen ist es eine Frage der Konstruktion eines neuen Gehäuses für beide Panels, der gesamten Elektronik und des Netzteils.
Das Endergebnis ist ein Monitor mit deutlich tieferem Kontrast und lebendigen Farben, die von beiden Panels erzeugt werden. Spiele sind Matts Priorität bei diesem Projekt, aber auch die Videowiedergabe sieht nicht schlecht aus. Die wichtigste Schwachstelle einer solchen Konfiguration (abgesehen davon, dass man zwei Monitore opfert) ist der Stromverbrauch: Sein neues Backlight verschlingt 250 Watt.