Die Europäische Weltraumorganisation ESA erweiterte am 27. Oktober 2026 die Galileo-G2-Aufträge um vier Satelliten. Damit stieg die Zahl der vertraglich vorgesehenen Satelliten der zweiten Generation auf 16. Die beiden Auftragserweiterungen wurden am 23. Oktober in Rom und am 26. Oktober in Ottobrunn unterzeichnet.
Vier zusätzliche Satelliten für zwei Unternehmen
Thales Alenia Space und Airbus Defence and Space erhalten jeweils zwei der zusätzlichen Satelliten, berichtete die Fachpresse. Seit 2021 hatten beide Unternehmen bereits Aufträge über jeweils sechs Galileo-G2-Satelliten. Die nun vertraglich vorgesehene Gesamtzahl von 16 setzt sich aus diesen zwölf und den vier zusätzlichen Raumfahrzeugen zusammen.
Die ESA schloss die Verträge im Auftrag der EU-Agentur für das Weltraumprogramm (EUSPA) und zugunsten der Europäischen Union, der Eigentümerin des Galileo-Systems.
Lieferung 2031, Start danach
Die ESA plante den Beginn der Integrations- und Flugtests der ersten G2-Satelliten für 2027 und den ersten Start der Generation für 2028. Für die vier zusätzlichen Satelliten ist die Lieferung 2031 vorgesehen; der Start soll kurz danach folgen.
| Datum | Meilenstein |
| 23. Oktober 2026 | Die ESA unterzeichnete in Rom die Auftragserweiterung für Thales Alenia Space. |
| 26. Oktober 2026 | Die ESA unterzeichnete in Ottobrunn die Auftragserweiterung für Airbus Defence and Space. |
| 2027, geplant | Integration und Flugtests der ersten G2-Satelliten sollen beginnen. |
| 2028, geplant | Der erste Start eines G2-Satelliten ist vorgesehen. |
| 2031, geplant | Die vier zusätzlichen Satelliten sollen geliefert und kurz danach gestartet werden. |
Was Galileo G2 technisch auszeichnet
Die ESA beschreibt für Galileo G2 vollständig digitale Navigationsnutzlasten, eine leistungsfähigere Navigationsantenne, Verbindungen zwischen Satelliten und eine weiterentwickelte Konfiguration der Atomuhren. Die G2-Satelliten sollen sich zur bestehenden Galileo-Konstellation gesellen. Zum Zeitpunkt der ESA-Mitteilung waren von den 38 Satelliten der ersten Generation bis auf vier alle gestartet.
Eine weitere ESA-Aufnahme zeigt eine Galileo-G2-Montagehalle mit gekennzeichneten Raumfahrzeugstrukturen von Airbus.
Ein früherer Test verband Satellit und Bodensegment
CE Sevilla TechPark berichtete am 15. Oktober 2024 über eine einwöchige Kompatibilitätskampagne im September desselben Jahres. Dabei prüften ein Galileo-G2-Satellit von Thales Alenia Space und das tragbare G2-Bodensegment von GMV die anfängliche Kommunikation und die Schnittstellen zwischen Weltraum- und Bodensystem. Der Bericht bezeichnete den Test als erfolgreich.