Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) meldete am 8. Oktober 2026 den Abschluss einer elftägigen FASTNAV-Feldkampagne auf Fuerteventura in Spanien. Bei dem Test auf der Erde erprobten Ingenieure die autonome Fortbewegung eines Rovers über vulkanisches Gelände. FASTNAV ist ein System für Führung, Navigation und Steuerung (GNC), das für künftige Mondrover entwickelt wird. ESA
FASTNAV-Feldkampagne auf Fuerteventura
Das Testgelände umfasste Lavafelsen und Dünen. Die Versuche reichten von kurzen Validierungsläufen bis zu längeren Fahrten und fanden bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen sowie über Nacht statt.
Die Kampagne diente dazu, RAPID weiterzuentwickeln, die Robustheit des Systems zu verbessern und HAWKEYE zu integrieren. Das Gelände und die wechselnden Bedingungen boten dabei unterschiedliche Szenarien für die Navigationsalgorithmen.
FASTNAV als Teil von NOMAD
FASTNAV ist ein Modul des Navigationssystems NOMAD, das GMV UK mit Unterstützung von GMV Spain entwickelt. HAWKEYE ergänzt das System um KI-gestützte Gelände- und Gefahreneinschätzung. ANIME/LUPIN ist ein weiteres Modul für Positionierung, Navigation und Zeitbestimmung (PNT).
NOMAD soll künftigen Rovern ermöglichen, auf Hindernisse zu reagieren und ihre Route anzupassen, ohne anzuhalten – auch bei schlechter Sicht. Laut ESA begann die Softwareentwicklung mit der RAPID-Aktivität im Rahmen eines Technology Development Element. Die Aktivität wurde über das De-Risk Framework des General Support Technology Programme (GSTP) gemeinsam mit GMV UK kofinanziert.
Zieltempo und Entwicklungsstand
Für FASTNAV nennt ESA eine Zielgeschwindigkeit von etwa 1 m/s, also rund 3,6 km/h. Das ist der angestrebte Wert des Systems. Am 8. Oktober 2026 stufte ESA die Software als nicht flugbereit ein.