Das Fedora Project gab am 3. November 2026 die allgemeine Verfügbarkeit von Fedora Linux 45 bekannt. Die Veröffentlichung bringt GNOME 51 für Fedora Workstation, Plasma 6.8 für die KDE-Ausgabe sowie neue Standardregeln für Paketprüfung, Prozess-Debugging und Netzwerkverbindungen. Fedora Linux 45 steht zum Download bereit, wie die Ankündigung des Fedora Project festhält.
GNOME 51 und Plasma 6.8 für die Desktop-Ausgaben
Fedora Workstation 45 verwendet GNOME 51; die KDE-Ausgabe kommt mit Plasma 6.8. Damit sind die beiden Desktop-Umgebungen benannt, an denen Nutzer ihre gewohnte Arbeitsoberfläche festmachen können.
Paketprüfung und ptrace: strengere Vorgaben mit klaren Bedingungen
RPM 6.1 prüft Paketsignaturen standardmäßig verpflichtend. Wer ein Paket ohne verifizierte Signatur installieren will, muss die Prüfung ausdrücklich übersteuern. Das betrifft die Paketinstallation und macht die Ausnahme zu einer bewussten Handlung.
Auch ptrace, eine Schnittstelle, mit der Debugger Prozesse untersuchen, ist für nicht privilegierte Nutzer standardmäßig eingeschränkt. Werden System-Debugging- oder Diagnosepakete installiert, stellt Fedora laut Red Hat normale Tracing-Abläufe automatisch wieder her.
IPv6, Atomic-Desktop-Installation und Systemwerkzeuge
NetworkManager aktiviert Unterstützung für IPv6-mostly-Netze nach RFC 8925 standardmäßig. Für Fedora Atomic Desktops ist die Anaconda-Weboberfläche der Standardinstaller; außerdem ist eine browserbasierte Ferninstallation über HTTPS mit PIN-Authentifizierung möglich.
Bei der Systemverwaltung ändern sich auch die ODBC-Konfiguration und die Passwortwerkzeuge: Treiberpakete installieren nun eigene Konfigurationsdateien, die über RPM-Datei-Trigger verwaltet werden. Damit wird der zuvor genutzte zentrale, statische Ansatz mit /etc/odbcinst.ini abgelöst. chpasswd und newusers verwenden den System-PAM-Stack und übernehmen dadurch lokale Regeln zu Passwortkomplexität, Verlauf und Auditierung.
Für Entwickler nennt Red Hat unter anderem GCC 16.2, binutils 2.47, glibc 2.44 und GDB 17.2. Zu den weiteren aktualisierten Laufzeitumgebungen und Compilern gehören LLVM 23, Go 1.27, Perl 5.44, Lua 5.5 und Erlang 27. Wer die Entwicklung von der Beta bis zur allgemeinen Verfügbarkeit einordnen möchte, findet NeoTeos Bericht zur Fedora-45-Beta.