Laut Cybernews und Inc.com trat Googles Richtlinienänderung am 16. Oktober 2026 in Kraft. Danach können Informationen aus Gmail, Google Fotos und Google Drive für personalisierte Werbung in anderen geeigneten Google-Diensten genutzt werden, wenn Nutzer diese Inhalte selbst mit den Diensten verbinden. Die Berichte nennen Gemini und Google Search als mögliche Dienste.
Welche Daten die Regel betrifft
Personalisierte Werbung richtet sich nach Informationen, die für einen Nutzer relevant sein können. Die beschriebene Regel betrifft Inhalte aus Gmail, Google Fotos und Google Drive. Laut den Berichten werden diese Inhalte standardmäßig nicht für personalisierte Werbung verwendet; die Verbindung mit einem geeigneten Google-Dienst ist eine Entscheidung des Nutzers.
Die Berichte unterscheiden außerdem zwischen verbundenen Inhalten und den Angaben, die Werbetreibende erhalten: Google gebe ihnen für diesen Zweck keine direkt identifizierenden Informationen wie Namen oder E-Mail-Adressen weiter.
Werbung personalisieren heißt nicht, Anzeigen in Gemini einzublenden
Die Richtlinienänderung beschreibt verbundene Inhalte als mögliche Grundlage für personalisierte Werbung. Eine Anzeigenfläche innerhalb der Gemini-App ist eine andere Frage. So unterscheidet BGR zwischen einem Dokument, das über Gemini aufgerufen wird, und dem Gemini-Chat selbst: Der Chat werde für diesen Zweck nicht weitergegeben.
Zum Anzeigenformat berichtete Business Insider am 29. April 2026, Googles damaliger Schwerpunkt liege auf AI Mode. Google sei offen dafür gewesen, ein erfolgreiches Format später auf Gemini zu übertragen. Dieser Bericht erschien vor der im Oktober gemeldeten Richtlinienänderung und beschreibt deren Datenregel nicht.
Welche Kontoeinstellungen die Berichte nennen
BGR beschreibt den Weg über „Google Account“ > „Data & Privacy“ > „Personalization settings“. Dort können Nutzer den Berichten zufolge unter „Search Services“ die „Personalized Recommendations“ ausschalten oder unter „Personal Intelligence“ verbundene Apps in „Connected content apps“ trennen.
Was nach dem Trennen gespeichert bleiben kann
Android Authority zufolge können Informationen, die bereits im „Search Services History“ gespeichert wurden, auch nach dem Trennen einer App oder dem Löschen der ursprünglichen Datei erhalten bleiben.