Meta Account ist Metas aktualisiertes System, mit dem sich Konten für unterstützte Apps und Geräte verwalten lassen. Für Facebook- und Instagram-Nutzer werden damit ausgewählte Anmelde- und Kontoeinstellungen zentral verwaltet, während app-spezifische Optionen in den jeweiligen Apps bleiben.

Meta kündigte die Umstellung von Accounts Center am 23. April 2026 an. Sie sollte automatisch und schrittweise im darauffolgenden Jahr erfolgen. ABC News berichtete am 27. Oktober 2026, dass einige Menschen in Australien die Umstellung bereits sahen.

Welche Einstellungen werden zentral verwaltet?

Zwei Smartphone-Ansichten: links eine Liste zentraler Meta-Account-Einstellungen, rechts Kontaktdaten und Profile für Facebook, Instagram, Threads, WhatsApp und Meta AI.

Meta zufolge gehören Passwörter, die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die mit dem Konto verknüpfte E-Mail-Adresse, persönliche Angaben und Werbepräferenzen zu den zentral verwalteten Einstellungen. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ergänzt das Passwort um einen zweiten Anmeldeschritt.

Einstellungen, die eine einzelne App betreffen, bleiben dort. Wer sehen darf, was du auf Facebook veröffentlichst, legst du in Facebook fest. Auch die Einstellungen dazu, wer dich auf Instagram auf Fotos markieren darf, bleiben in Instagram.

Die Beispielansicht zeigt den praktischen Unterschied: Ein Bereich bündelt Kontoeinstellungen, daneben steht eine Übersicht der Profile. Die Bildschirmtexte nennen unter anderem Sicherheit, Werbepräferenzen und verbundene Apps.

Welche Apps, Passwörter und Passkeys gehören dazu?

Meta führt Facebook, Instagram, Messenger, Threads, Meta AI, KI-Brillen und Meta-Quest-Headsets als unterstützte Technologien auf. WhatsApp gehört standardmäßig nicht dazu. Meta zufolge wird WhatsApp übernommen, wenn du es schon in Accounts Center hinzugefügt hast; andernfalls kannst du es später selbst hinzufügen. WhatsApp-Passkeys werden weiterhin direkt in WhatsApp verwaltet. Meta sagt außerdem, dass Nachrichten und Anrufe bei WhatsApp Ende-zu-Ende-verschlüsselt bleiben.

Ein gemeinsames Passwort ist freiwillig. Meta nennt Passkeys als Anmeldemöglichkeit für Facebook, Instagram und Messenger; weitere Apps sollen folgen. Passkeys sind Anmeldeschlüssel, die sich beispielsweise mit dem Gerätecode oder biometrischen Merkmalen wie Fingerabdruck und Gesichtserkennung nutzen lassen.

Wie bleiben Facebook und Instagram getrennt?

Meta zufolge kannst du unterschiedliche Meta Accounts für verschiedene Apps oder Geräte führen, etwa einen für Facebook und einen für Instagram. Wenn du eine App aus einem Meta Account herauslösen möchtest, beschrieb ABC News am 27. Oktober diesen Weg in Facebook: Profilbild öffnen, Einstellungen und Privatsphäre, dann Einstellungen wählen, Meta Account und Konto verwalten öffnen, bei der gewünschten App Verwalten wählen und Aus diesem Meta Account verschieben antippen. Dadurch ändert sich die Kontozuordnung; das Facebook- oder Instagram-Profil wird nicht gelöscht.

Eine Facebook-Seite zu Instagram verknüpfen

Das Verbinden eines professionellen Instagram-Kontos mit einer Facebook-Seite ist eine separate geschäftliche Verknüpfung. Sie dient etwa dazu, Anzeigen für Instagram und Facebook über eine Seite zu erstellen, Kommentare und Instagram-Nachrichten gemeinsam zu verwalten, Beiträge auf beiden Plattformen zu teilen oder Funktionen wie Terminbuchungs-Schaltflächen und Spenden-Sticker zu nutzen. Für Instagram-Werbung kann außerdem die auf Facebook verwendete Zahlungsmethode eingesetzt werden. Instagram beschreibt diese Verbindung in seinem Hilfebereich für professionelle Konten und Facebook-Seiten.

Welche Sicherheits- und Datenschutzrisiken sehen Fachleute?

Jennifer Williams, Dozentin für Cybersicherheit an der Macquarie University, warnte in einem am 27. Oktober veröffentlichten ABC-News-Bericht vor möglichen Folgen eines kompromittierten gemeinsamen Zugangs: Ein Angreifer könnte dann auf private Nachrichten in verknüpften Diensten zugreifen und Konten für Erpressung oder Identitätsmissbrauch nutzen. Für WhatsApp gilt das in ihrer Einschätzung, wenn der Dienst mit dem Meta Account verbunden ist. Williams sagte auch, starke, einzigartige Passwörter und die Zwei-Faktor-Authentifizierung senkten das Risiko.

Ryan Ko, Direktor des Cyber Research Centre an der University of Queensland, äußerte gegenüber ABC News Bedenken zum Datenschutz. Wenn Aktivitäten über Dienste hinweg mit einer Identität verknüpft werden, könne dadurch ein umfassenderes Nutzerprofil entstehen.