Google kündigte am 28. Oktober 2026 Gmail-Vorschläge für Chrome an: Gemini mit Personal Intelligence soll beim Ausfüllen von Onlineformularen passende Angaben aus Gmail anbieten. Der beginnende Rollout richtet sich zunächst an Nutzer in den USA, die Gemini in Chrome mit aktivierter Personal Intelligence verwenden.

Welche Angaben Chrome aus Gmail vorschlagen kann

Google nennt Bestellnummern, Informationen zur Sendungsverfolgung und Flugbuchungen als Beispiele. Chrome-Autofill kannte bereits grundlegende Angaben wie Name, Adresse und Kreditkartennummer. Die Gmail-Vorschläge ergänzen diese Funktion um Details, die etwa in einer Bestellbestätigung oder Flugbuchung stehen können.

So erscheint ein Vorschlag im Formular

Englischsprachige Desktop-Demo: Auswahl eines Flugbuchungsvorschlags und ein ausgefülltes Check-in-Feld.

In einer englischsprachigen Desktop-Aufnahme von 9to5Google wählt eine Person einen Flugbuchungsvorschlag aus. Chrome übernimmt daraufhin die Angabe in ein Check-in-Feld; anschließend ist eine Bestätigungsseite zu sehen. Der Wert gelangt in der gezeigten Situation also erst nach der Auswahl ins Formular.

Rollout und Einstellungen

Google beschreibt den Start für Desktop, Android und iOS in den USA. Voraussetzung sind Gemini in Chrome und aktivierte Personal Intelligence. Google sagt außerdem, dass Nutzer in den Chrome-Einstellungen festlegen können, ob Enhanced Autofill aktiv ist und auf welche Daten die Funktion zugreifen darf. Laut Google sind sensible Daten verschlüsselt.

Was Googles allgemeine Gemini-Richtlinie besagt

Googles allgemeine Richtlinie für verbundene Apps besagt, dass solche Daten bei eingeschalteter Einstellung „Keep Activity“ zur Personalisierung von Gemini und zur Verbesserung von Google-Diensten verwendet werden können, auch zum Trainieren von Modellen. Google erklärt, dass Modelle nicht direkt mit Gmail-Posteingängen trainiert werden; Zusammenfassungen, Auszüge und Schlussfolgerungen aus relevanten Inhalten können jedoch einfließen. Einen Teil der von Gemini verarbeiteten Daten verbundener Apps können laut Google menschliche Prüfer einsehen.

Diese Aussagen betreffen Googles allgemeine Connected-Apps-Richtlinie. Sie beschreiben nicht den konkreten Datenfluss von Chrome Enhanced Autofill.