Am 1. Oktober 2026 kündigte Google sechs Schutzfunktionen für Android 17 an. Dazu gehören Einschränkungen für den Zugriff auf Bedienungshilfen, verschlüsselte Sicherheitsprotokolle und ein Schutz für USB-Verbindungen bei gesperrtem Smartphone. USB Protection und Failed Authentication Lock sind ausgewählten Geräten vorbehalten.

Google nennt sechs Schutzfunktionen für Android 17

Die sechs Funktionen heißen Intrusion Logging, USB Protection, Accessibility Protection, Disable WebGPU, Failed Authentication Lock und View Supporting Apps. Google führte den Geräteschutz 2025 mit Android 16 ein und hat ihn seitdem erweitert. Er ist eine Geräteeinstellung und vom separaten Advanced Protection Program für Google-Konten zu unterscheiden.

Welche Apps auf Bedienungshilfen zugreifen dürfen

Google kündigt sechs Schutzfunktionen für Android 17 an

Bei aktiviertem Advanced Protection beschränkt Android 17 den Zugriff auf AccessibilityService auf verifizierte Apps, die als „Accessibility Tools“ kategorisiert sind. AccessibilityService ist eine Android-Schnittstelle, über die Apps Bedienungshilfen bereitstellen können. Die Einschränkung soll den Missbrauch dieser Schnittstelle erschweren und zugleich unterstützende Apps ermöglichen.

Intrusion Logging: verschlüsselte Protokolle für zwölf Monate

Google kündigt sechs Schutzfunktionen für Android 17 an

Intrusion Logging speichert Sicherheits- und Netzwerkereignisse Ende-zu-Ende-verschlüsselt in der Cloud. Auf die Protokolle kann laut Google nur der Nutzer zugreifen. Sie bleiben rollierend zwölf Monate gespeichert und werden danach automatisch gelöscht. Die Funktion muss separat und manuell aktiviert werden.

USB Protection bei gesperrtem Smartphone

Google kündigt sechs Schutzfunktionen für Android 17 an

Wenn USB Protection aktiviert ist, können neue USB-Verbindungen bei gesperrtem Smartphone standardmäßig nur zum Laden genutzt werden. Eine Verbindung, die bereits vor dem Sperren bestand, bleibt bestehen. Google nennt Pixel 6 und neuere Modelle sowie ausgewählte Android-17-Geräte als kompatibel; je nach Hardware kann sich etwa die Ladegeschwindigkeit im gesperrten Zustand unterscheiden.

Drei weitere Schutzfunktionen

Disable WebGPU schaltet WebGPU in Chrome aus, um die Angriffsfläche für anspruchsvolle browserbasierte Exploits zu verringern. Failed Authentication Lock sperrt das Gerät nach wiederholten fehlgeschlagenen Authentifizierungsversuchen in den Einstellungen oder in geschützten Apps; die Funktion gibt es nur auf ausgewählten Android-17-Geräten.

View Supporting Apps zeigt installierte Apps an, die den Status von Advanced Protection abfragen. Entwickler können laut Google eine Benachrichtigung erhalten, wenn der Schutz aktiviert wird, damit sie Funktionen für diese Nutzergruppe einschalten können.