Ein Rezensent von GbookHub schilderte am 26. Oktober 2026 rund zwei Wochen Arbeitseinsatz mit dem Lenovo Googlebook 15 und dem XPS Googlebook. Die Anbindung an Android-Smartphones gefiel ihm, während ihn mehrere Abläufe bei Tastatur, virtuellen Desktops, Chrome und Linux ausbremsten. Das ist die Erfahrung eines einzelnen Rezensenten, keine allgemeingültige Aussage über jedes Gerät.
Was im Arbeitsalltag auffiel
Der Rezensent nutzte beide Laptops abwechselnd und erledigte fast seine gesamte Arbeit auf Googlebook. Er beschrieb die Hardware als hochwertig, fand aber einige vertraute Desktop-Abläufe umständlicher als erwartet. Googlebook OS, das Google als Verbindung von Android und ChromeOS beschreibt, fühlte sich für ihn im Alltag eher wie Android an.
Eine Umstellung betrifft die Tastatur: Die Action-Taste mit dem G-Zeichen verändert vertraute Chromebook-Tastenkürzel, und die Belegung ließ sich laut Rezensent nur eingeschränkt anpassen. Virtuelle Desktops kann man zwar nutzen, aber nach seiner Erfahrung weder umbenennen noch zusammenführen. Auch ließen sie sich nicht per Tastenkürzel hinzufügen oder löschen. An mehreren Bildschirmen blieben die Desktop-Ansichten voneinander unabhängig, was der Rezensent als Vorteil gegenüber seiner Chromebook-Erfahrung beschrieb.
Chrome unterstützt laut dem Bericht Erweiterungen und vertikale Tabs. Dem Rezensenten fehlten jedoch eine geteilte Ansicht für Tabs und die Möglichkeit, über das Kontextmenü den Speicherort eines Downloads auszuwählen. Auch die Einstellungen zur Bildschirm-Skalierung empfand er als wenig präzise. Beim Lenovo Googlebook 15 nannte er USB-A, HDMI und USB-C-Anschlüsse mit Thunderbolt-4-Kompatibilität.
Wie Android-Smartphone, Apps und Linux zusammenarbeiten
Die Verbindung zum Smartphone gehörte zu den Stärken des Berichts: Der Rezensent hob Cast My Apps, Smartphone-Benachrichtigungen und den Schnellzugriff auf Dateien eines gekoppelten Telefons hervor. Bei seinem getesteten Aufbau ließ sich Cast My Apps nicht verwenden, während das Smartphone als Hotspot diente; ein Fix war geplant.
Marques Brownlee beschreibt in seiner Vorführung Play-Store-Hinweise wie „made for desktop“, „compatible with desktop“, „better on the website“ und „built for mobile“. Sie geben einen Anhaltspunkt zur Desktop-Eignung einer App, garantieren aber keine bestimmte Funktion im konkreten Arbeitsablauf. Für den von Brownlee gezeigten Transfer vom Smartphone zum Laptop mussten Dateien kleiner als 200 MB sein.
Grafische Linux-Programme lassen sich laut dem Bericht nicht wie gewöhnliche Desktop-Apps in den Launcher integrieren oder in unabhängigen Fenstern öffnen. Der Dell-XPS-Besitzer jdeslip berichtete, dass sich solche Programme mit apt installieren und in der virtuellen Arbeitsfläche von Terminal ausführen ließen. Linux-GUI-Apps können demnach laufen, ihre Einbindung bleibt in diesem geschilderten Ablauf aber an Terminal gebunden.
Ein Besitzer des Lenovo Googlebook 15 berichtete außerdem von erhöhten OLED-Schwarzwerten, mehr als 5 GB belegtem Arbeitsspeicher nach einem sauberen Start ohne geöffnete Nutzer-Apps und Rucklern. Er gab sein Gerät nach einigen Tagen zurück. Ein späterer GbookHub-Bericht führte Nutzerbeobachtungen zu verbessertem Schwarzwert bei einzelnen Lenovo Googlebook 15 und Acer Googlebook 14 nach Build 17.CL3B.260622.276.R4 an.
Was für Office und Windows-Programme gilt
Googlebook OS unterstützt laut einem Bericht von Computerworld, der sich auf Googles Erklärung stützt, keine Windows-Desktop-Apps. Für Microsoft Office bleiben Web- oder Android-Apps; sie entsprechen nicht der vollständigen Windows-Desktop-Ausgabe. Wer beruflich genau diese Windows-Programme benötigt, kann Googlebook daher nicht als direkten Ersatz für einen Windows-Laptop einsetzen.
Lenovo Googlebook 15 und XPS Googlebook im Vergleich
Googles US-Shop nennt für beide Modelle US-Startpreise und Akkulaufzeiten von „bis zu“ 13 beziehungsweise 18 Stunden. Die Laufzeitangaben beruhen auf kontrollierten Webbrowser-Tests. Google weist darauf hin, dass die tatsächliche Akkulaufzeit niedriger ausfallen und je nach Netzwerk, Standort, Einstellungen und Nutzung variieren kann.
| Modell | Display | Gewicht laut Erfahrungsbericht | US-Startpreis bei Google | Akkulaufzeit laut kontrolliertem Webbrowser-Test |
| Lenovo Googlebook 15 | 15,3 Zoll, 2,8K OLED, Touchscreen | ca. 1,29 kg | 1.099 US-Dollar | bis zu 13 Stunden |
| XPS Googlebook | 13,4 Zoll, 2,5K LCD, Touchscreen | ca. 1 kg | 999 US-Dollar | bis zu 18 Stunden |
Google listet das Lenovo mit Intel Core Ultra 5 und das XPS Googlebook mit Snapdragon X Elite. Beide US-Konfigurationen umfassen 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB Speicher. Die Angaben liefern einen Modellvergleich, aber keinen Leistungstest der Prozessoren.
Computerworld berichtete am 23. September 2026, der Start der Verfügbarkeit in Deutschland sei für den 5. Oktober 2026 vorgesehen gewesen.
Für wen Googlebook im Alltag passen kann
Wer hauptsächlich im Browser arbeitet und die Verbindung zu einem Android-Smartphone nutzen möchte, findet in den beschriebenen Benachrichtigungen, Datei-Zugriffen und Cast-My-Apps-Funktionen praktische Ansatzpunkte. Die berichteten Einschränkungen bei virtuellen Desktops und Chrome können dagegen stören, wenn Tastenkürzel, flexible Fensterverwaltung oder bestimmte Browser-Abläufe zum täglichen Werkzeug gehören.
Für Linux-Arbeit kommt es darauf an, ob Programme in Terminal ausreichen oder wie eigenständige Desktop-Apps verfügbar sein müssen. Bei Microsoft Office ist die Grenze klarer: Die Web- und Android-Apps ersetzen nicht die Windows-Desktop-Ausgabe.