Google hat die Vorbestellungen für Googlebook am 21. September 2026 geöffnet. In Deutschland sollen die ersten Geräte am 5. Oktober 2026 in den Handel kommen; der deutsche Google-Store-Eintrag nennt Preise ab 999 Euro. Die erste Generation besteht aus fünf Modellen von Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo und richtet sich mit Android-Integration, Gemini-Funktionen und hochwertiger Hardware klar oberhalb der klassischen Chromebook-Klasse aus.
Googlebook ist damit mehr als ein weiterer Markenname für ein Chromebook. Google beschreibt die Plattform als Verbindung aus Android-Technologie-Stack und Desktop-Grundlagen von ChromeOS. Für Googlebook OS bedeutet das: Android bleibt der Kern, während Fensterverwaltung, Multitasking, Dateizugriff und weitere Desktop-Funktionen auf größere Bildschirme zugeschnitten werden.
Googlebook kommt am 5. Oktober nach Deutschland
Für Deutschland ist der 5. Oktober 2026 als Starttermin vorgesehen. Google nennt außerdem den 4. Oktober für die USA sowie den 5. Oktober für Kanada, das Vereinigte Königreich, Irland, Frankreich, Deutschland und Australien. Die Vorbestellungen laufen seit dem 21. September.
Die deutsche Preisangabe beginnt bei 999 Euro. Für die fünf Modelle der US-Einführung liegen die ausgewiesenen Einstiegspreise zwischen 899 und 1.299 US-Dollar. Diese US-Preise lassen sich nicht auf den deutschen Markt übertragen; sie zeigen aber die Positionierung der Reihe: Googlebook soll kein möglichst günstiger Schulrechner sein, sondern ein Premium-Notebook mit Android-Schwerpunkt.
Ein früher NeoTeo-Bericht hatte bereits über das Dell XPS Googlebook DX13267 als mögliches Gerät berichtet. Jetzt ist aus diesem einzelnen Hinweis eine gesamte, von Google bestätigte Gerätekategorie mit fünf Herstellern geworden.
Was Googlebook von Chromebook unterscheidet
Google stellt Chromebook und Googlebook als zwei getrennte Produktlinien auf. Chromebook bleibt auf Einfachheit, Geschwindigkeit, Effizienz, Bildung und niedrigere Preise ausgerichtet. Googlebook zielt dagegen auf anspruchsvollere Notebooks mit Touchscreens, hochwertigen Materialien, hintergrundbeleuchteten Tastaturen, haptischen Trackpads und Neural Processing Units (NPUs) mit mehr als 45 TOPS.
Zur Ausstattung der Kategorie gehören mindestens 16 GB Arbeitsspeicher, mindestens 256 GB Speicherplatz und laut Googles Vorgaben bis zu 14 Stunden Akkulaufzeit. Google verspricht außerdem bis zu zehn Jahre Googlebook-OS-Updates.
Die Software basiert auf dem Android-Technologie-Stack und nutzt Desktop-Grundlagen von ChromeOS. Dazu gehören der Google-Play-Zugriff, ein vollständiges Terminal sowie eine isolierte Linux-Umgebung. Google nennt außerdem Magic Pointer, Rambler, Create My Widget, Cast My Apps und Continue On als zentrale Bestandteile der Plattform.
Fünf Modelle, fünf Hardware-Schwerpunkte
Die erste Generation verteilt sich auf fünf Geräte. Acer bringt mit dem Googlebook 14 das einzige Convertible der Reihe; Dell setzt auf ein besonders kompaktes XPS-Modell, während Lenovo ein 15,3-Zoll-Notebook anbietet.
| Modell | Hersteller | Prozessor | Arbeitsspeicher und Speicher | Display und Format | Einstiegspreis in den USA |
| Acer Googlebook 14 | Acer | Intel Core Ultra 5/7 Panther Lake | 16 GB; 256 GB oder mehr | 14 Zoll, 2,8K-OLED-Touchscreen, 500 Nits; Convertible | 899 US-Dollar |
| Dell XPS Googlebook | Dell | Qualcomm Snapdragon X Elite | 16–32 GB; 512 GB oder mehr | 13,4 Zoll, 2,5K-Touchscreen, 500 Nits; Notebook | 1.199 US-Dollar |
| HP Googlebook 14 | HP | Qualcomm Snapdragon X Elite | 16–32 GB; 256 GB oder mehr | 14 Zoll, 2,8K-OLED-Touchscreen, 500 Nits; Notebook | 1.299 US-Dollar |
| Lenovo Googlebook 15 | Lenovo | Intel Core Ultra 5 Panther Lake | 16 GB; 256 GB oder mehr | 15,3 Zoll, 2,8K-OLED-Touchscreen; Notebook | 1.299 US-Dollar |
| ASUS Googlebook 14 | ASUS | Intel Core Ultra 5/7 Panther Lake | 16–32 GB; 256 GB oder mehr | 14 Zoll, 3K-OLED-Touchscreen, 500 Nits; Notebook | 1.299 US-Dollar |
Der Acer Googlebook 14 ist damit das Einstiegsmodell und zugleich das flexibelste Gerät der ersten Welle. Das Dell XPS Googlebook kombiniert den höchsten ausgewiesenen Speicher-Mindestwert der Tabelle mit dem kleinsten Display. HP, Lenovo und ASUS liegen beim US-Einstiegspreis gleichauf, unterscheiden sich aber bei Prozessorfamilie, Displaygröße und Panelauflösung.
Das Android-Smartphone wird zum wichtigsten Argument
Googlebook soll sich besonders eng mit Android-Smartphones verbinden. Continue On setzt eine begonnene Aktivität am Notebook fort, Cast My Apps bringt Smartphone-Apps in ein Desktopfenster, und der Dateizugriff macht Inhalte des Telefons am Laptop verfügbar. Bei der Einrichtung können außerdem Einstellungen, gespeicherte Passwörter, WLAN-Netze und Nachrichten übertragen werden.
Genau hier liegt der eigentliche Unterschied zu einem herkömmlichen Notebook mit installiertem Android-Emulator: Google versucht, Smartphone und Laptop als zusammenhängendes System zu behandeln. Für Nutzer, die bereits Android verwenden, kann das weniger Gerätewechsel und weniger manuelles Verschieben von Dateien bedeuten.
Die Plattform sortiert Android-Apps nach ihrer Eignung für größere Bildschirme. Google unterscheidet zwischen „Made for Desktop“, „Optimized for Desktop“ und „Better on the Website“. Das ist ein wichtiger Schritt, löst aber nicht automatisch das App-Problem: Eine große Auswahl an Android-Anwendungen muss auch tatsächlich für Tastatur, Fenster und produktive Desktop-Arbeit gestaltet sein.
Gemini sitzt direkt in der Arbeitsoberfläche
Googlebook ist für Gemini Intelligence ausgelegt. Magic Pointer soll kontextbezogene Aktionen mit dem Mauszeiger ermöglichen, Rambler unterstützt die Suche und den Umgang mit Informationen, und Create My Widget erzeugt persönliche Widgets für die Oberfläche.
Dazu kommen Funktionen wie der Zugriff auf Smartphone-Dateien und die Übertragung von Apps. Googlebook enthält außerdem ein isoliertes Linux-Terminal, das Entwicklerwerkzeuge wie Claude CLI und Antigravity CLI unterstützen soll. Für grafische Linux-Anwendungen, professionelle Spezialprogramme und die Qualität einzelner Android-Apps entscheidet aber die konkrete Software-Unterstützung – nicht allein die Bezeichnung der Plattform.
Jedes Startmodell enthält laut den Launch-Angaben zwölf Monate Google AI Pro mit 5 TB Cloud-Speicher sowie ein Jahr GeForce Now. Damit versucht Google, die Hardware nicht nur über Prozessoren und Displays, sondern auch über gebündelte Dienste attraktiver zu machen.
Was nach der ersten Generation kommt
MediaTek hat den Dimensity CX C10 Max für ein kommendes Googlebook bestätigt. Der Chip gehört jedoch nicht zur ersten Verkaufswelle mit Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo. Für die deutschen Käufer bleibt damit zunächst die Auswahl aus den fünf genannten Modellen.
Der deutsche Marktstart ist für den 5. Oktober 2026 vorgesehen. Die Vorbestellungen laufen bereits, und der lokale Google-Store-Eintrag nennt einen Einstiegspreis von 999 Euro.