Google öffnet die Vorbestellungen für Googlebook am 21. September 2026 um 9 Uhr Eastern Time. Die neue Laptop-Kategorie soll ChromeOS- und Android-Ideen rund um Gemini Intelligence verbinden. Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo gehören zur ersten Herstellerwelle.
Googlebook-Vorbestellungen starten am 21. September
Der Termin betrifft die Vorbestellung der ersten Googlebook-Laptops. Google stellt außerdem ein Auspacken der Geräte im Herbst in Aussicht. Einen konkreten Versandtermin nennt das Unternehmen nicht.
Googlebook ist als neue Flaggschiff-Kategorie neben Chromebooks angelegt. Chromebooks bleiben als eigene Produktklasse bestehen und werden weiterhin mit Einfachheit, Geschwindigkeit und Effizienz verbunden.
Gemini steht im Mittelpunkt der Plattform
Google hebt mehrere Funktionen hervor, die Googlebook von einem klassischen Chromebook-Erlebnis abheben sollen:
- Magic Pointer soll markierte Inhalte auswählen und Gemini damit zum Analysieren, Vergleichen oder Erstellen auffordern.
- Create My Widget soll aus einer schriftlichen Eingabe ein eigenes Widget erzeugen.
- Cast My Apps soll Android-Apps vom Smartphone auf dem Laptop zugänglich machen.
- Quick Access soll den Zugriff auf Dateien des Smartphones erleichtern.
Die Telefonfunktionen sind an die von Google vorgesehenen Voraussetzungen für die Verbindung mit einem Android-Smartphone gebunden. Googlebook wird damit nicht einfach als Chromebook-Nachfolger präsentiert, sondern als Plattform, in der Laptop- und Android-Funktionen enger zusammenspielen.
Was die ersten Hardware-Leaks zeigen
Die bislang detailliertesten Angaben betreffen das Lenovo Googlebook 15. Geleakte Unterlagen führen dafür die Modellkennung GB 15IPH12, ein 15,3 Zoll großes OLED-Touchdisplay mit 2.880 × 1.800 Pixeln und 120 Hz sowie einen Intel Core Ultra 5 325 auf. Ebenfalls genannt werden bis zu 32 GB LPDDR5x-Arbeitsspeicher, eine SSD mit 256 oder 512 GB, ein 70-Wh-Akku, Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Das Gehäuse soll 1,29 kg wiegen und 15,9 mm dick sein.
Weitere geleakte Geräte werden Acer, ASUS und Dell zugeschrieben. Für ein Acer Googlebook werden ein 14-Zoll-OLED-Display sowie Prozessoroptionen Intel Core Ultra 5 325 und Core Ultra 7 355 genannt. Beim ASUS CX9406 sind bis zu 16 GB Arbeitsspeicher im Gespräch. Ein Dell XPS Googlebook DX13267 soll ein 13,4-Zoll-Display besitzen und etwa 1,1 kg wiegen.
Mehrere geleakte Darstellungen zeigen außerdem eine farbige Glowbar am Gehäuse. Das Design taucht bei Acer-, ASUS- und Lenovo-Modellen auf. Die genannten technischen Daten bleiben Angaben aus Leaks und sind keine von Google veröffentlichten Serienkonfigurationen.
Was vor einer Bestellung entscheidend bleibt
Google hat bislang keine offiziellen Verkaufspreise für die einzelnen Modelle genannt. Auch die konkreten Startmodelle sind noch nicht vollständig benannt. Für eine Kaufentscheidung fehlen damit zentrale Angaben zu Konfiguration, Preis und Versand.
Die im Umlauf befindlichen Preisangaben reichen von angeblich 599 bis 799 US-Dollar für günstigere Dell-Modelle bis zu rund 1.200 Euro für ein Acer Googlebook 14 und rund 1.400 Euro für eine Lenovo-Googlebook-15-Konfiguration. Dabei geht es um unterschiedliche Modelle, Märkte und Konfigurationen; die Beträge sind keine offiziellen Google-Preise.
Die endgültige Bezeichnung der zugrunde liegenden Softwareplattform ist ebenfalls nicht von Google festgelegt worden. Google beschreibt Funktionen und Plattform, ohne einen abschließenden Namen für das Betriebssystem zu nennen.
Was Googlebook für Chromebook-Käufer bedeutet
Googlebook ersetzt Chromebook nach Googles eigener Positionierung nicht. Stattdessen zielt Googlebook auf eine höher positionierte Laptop-Kategorie mit Gemini Intelligence und stärkerer Android-Anbindung. Wer bereits ein Chromebook nutzt, erhält deshalb nicht automatisch ein Googlebook-Produkt, sondern steht vor der Wahl zwischen zwei unterschiedlich positionierten Geräteklassen.
Für Käufer, die ein Premium-Notebook suchen und nicht sofort wechseln müssen, empfiehlt die vor dem Start veröffentlichte Kaufberatung, die Googlebook-Preise und die tatsächlichen Fähigkeiten der ersten Geräte abzuwarten. Der entscheidende Vergleich wird dabei weniger nur über den Prozessor laufen als über das Zusammenspiel aus Laptop, Gemini und Android-Smartphone.