Google Quantum AI demonstrierte auf dem Quantenprozessor Willow ein Verfahren, das sogenannte magische Zustände zuverlässiger vorbereitet. Die am 15. Oktober 2026 vorgestellten Ergebnisse betreffen einen Baustein künftiger Quantenberechnungen; Googles Zahlen zu möglichen Bitcoin-Angriffen stammen aus einer separaten Ressourcenmodellierung. Google Quantum AI Science

Was die Messwerte aussagen

Das englischsprachige Video von Google Quantum AI behandelt die Kultivierung magischer Zustände auf Willow.
Googles Willow-Experiment und das Quantenrisiko für Bitcoin

Die Studie berichtet, dass die Kultivierung die Fehler in den erzeugten Zuständen um den Faktor 40 verringerte. Ihre angegebene Zustandsfidelität – ein Maß dafür, wie genau ein Zustand dem gewünschten Zustand entspricht – lag bei mindestens 0.9999(1). Dieser Wert gilt für die behaltenen Versuche: Nur 8 Prozent der Versuche bestanden die Prüfungen und wurden weiterverwendet. Science

Bei der Kultivierung werden verrauschte Eingangszustände durch Messungen gefiltert; Versuche, die Fehlerprüfungen nicht bestehen, werden verworfen. Der Faktor 40 beschreibt somit die Fehlerreduktion der kultivierten Zustände gegenüber unkultivierten Zuständen. Er ist keine Angabe zu den Gesamtkosten einer Bitcoin-Berechnung.

Wie Google den Code-Transfer und die Messung beschreibt

Google Quantum AI berichtet außerdem von einem Transfer zwischen einem Farbcode mit Distanz 3 und einem Oberflächencode mit Distanz 5. Beim Benchmarking – dem Verfahren zur Bewertung der Messergebnisse – erwies sich laut Google eine Annahme als fehlerhaft, weil elektrische Drift und Temperaturschwankungen die Messung beeinflussten. Das Team entwickelte daraufhin einen anderen Messansatz. Die Übertragung zwischen den Codes erweitert den experimentellen Befund über die Zustandspräparation hinaus, ist aber Teil derselben Forschungsarbeit. Google Quantum AI

Wie sich der Versuch auf Bitcoin bezieht

Die Verbindung zu Bitcoin führt über den Bedarf künftiger fehlertoleranter Quantencomputer an zuverlässigen magischen Zuständen. Google Research veröffentlichte am 31. März 2026 separate Schätzungen für Schaltkreise, die mit Shors Algorithmus das elliptische-Kurven-Problem ECDLP-256 lösen sollen, das für Bitcoin-Signaturen relevant ist.

Google modellierte zwei Schaltkreise: Der eine benötigt weniger als 1.200 logische Qubits und 90 Millionen Toffoli-Gatter, der andere weniger als 1.450 logische Qubits und 70 Millionen Toffoli-Gatter. Unter den von Google genannten Annahmen für supraleitende Hardware könnten diese Berechnungen auf einem künftigen Rechner mit weniger als 500.000 physikalischen Qubits laufen. Das sind Ressourcenabschätzungen für modellierte Schaltkreise, keine Messwerte des Willow-Experiments. Google Research

Google empfiehlt, auf Post-Quanten-Kryptografie umzustellen und gefährdete Wallet-Adressen nicht offenzulegen oder wiederzuverwenden. Das Unternehmen behandelt diesen Schutzbedarf in derselben Veröffentlichung wie seine Ressourcenmodelle.