Der ukrainische Militärnachrichtendienst GUR erklärte, Russland nutze Rassvet für militärische Kommunikation über der Ukraine. Reuters berichtete am 6. November 2026 über diese Aussage. Laut GUR ist die Verbindung zeitweise verfügbar, wenn Satelliten über die betreffenden Gebiete ziehen (Reuters-Bericht bei Yahoo News).
Die GUR schildert einen zeitweisen Kommunikationsweg; weitergehende militärische Einbindungen führt sie als Vorhaben auf.
Was die GUR über die Verbindung zu Drohnen sagt
Nach Darstellung der GUR könnte Rassvet einen Datenaustausch in beide Richtungen mit unbemannten Fluggeräten ermöglichen. Aufklärungsdrohnen könnten Daten in Echtzeit übertragen; Piloten von Angriffsdrohnen könnten ihre Flugroute während des Flugs anpassen.
Der in Kiew ansässige Sicherheitsexperte Mykola Zientsev schätzte, Russland habe täglich mindestens zwei hochwertige Kommunikationsfenster, die jeweils länger als eine Stunde dauerten. Diese Einschätzung bezog sich auf mögliche Zeitfenster für die Verbindung.
Infrastruktur und geplante militärische Einbindungen
Die GUR beschreibt Rassvet als Satellitensystem im niedrigen Erdorbit (LEO) mit Bodenleitstellen, Gateway-Stationen und Nutzerterminals für stationäre und mobile Plattformen. Sie nennt Bureau 1440 als hauptverantwortliches Unternehmen und ordnet es X Holding zu (Projektbeschreibung der GUR).
Nach Angaben der GUR wurden 2026 in zwei Starts im März und Juli insgesamt 32 Rassvet-Satelliten gestartet. Bureau 1440 plant laut Reuters, bis 2035 eine Konstellation mit mehr als 900 Satelliten aufzubauen.
Die GUR führt strategische Kommunikation, Truppenführung, die Steuerung von Angriffssystemen sowie Terminals an Gefechtsständen und Militärfahrzeugen als künftige Vorhaben auf. Dazu zählen laut ihrer Projektbeschreibung auch eine Einbindung in die Raketenzielführung und Terminals für Iskander-M-Kommandofahrzeuge.