Die Verfügbarkeit von leichteren und kompakteren Computern bringt viele Vorteile für die Verbraucher, schafft aber gleichzeitig eine Leistungslücke, die nur mit zusätzlicher Hardware überbrückt werden kann. Schon seit langem fordert der Markt eine robuste und zugängliche Lösung für externe Grafikkarten, und HP glaubt, mit dem Omen Accelerator das ideale Produkt zu haben. Dieses spezielle Gehäuse basiert auf Thunderbolt 3, unterstützt sowohl AMD- als auch Nvidia-Karten, besitzt eine eigene Stromversorgung und dient dank eines 2,5-Zoll-Schachts auch als externer Speicher.
Computer werden immer kleiner, aber bei Grafikkarten sind einige der fortschrittlichen Modelle riesig, haben einen hohen Energiebedarf und benötigen entsprechende Kühllösungen. Nvidia hat bemerkenswerte Fortschritte erzielt, als sie ihre GTX-10-Serie für Laptops entwickelte, aber es gibt Kosten- und Flexibilitätsfragen, die die Nutzer selbst in der Hand behalten möchten. Allmählich reagieren die Hersteller auf den Bedarf an mehr Grafikleistung – einer von ihnen ist HP mit dem neuen Omen Accelerator.
Das Interessanteste ist, dass es nicht nur als einfaches Gehäuse fungiert, sondern auch als externer Speicher, USB-3.0-Hub, sekundäre Netzwerkkarte und alternatives Ladegerät – alles über Thunderbolt 3 mit einem Typ-C-Anschluss. Im Inneren befindet sich ein 500-Watt-Netzteil (das wie ein ATX-Netzteil aussieht), aber nur 300 Watt stehen für die Grafiklösung zur Verfügung. HP bietet ab Werk GeForce GTX 1060 und 1070 oder eine Radeon RX 580 an. Bei der Speicheroptionen gibt es 256 GB SSD oder 1 TB Festplatte, wahlweise mit 5.400 oder 7.200 Umdrehungen. Vier USB-3.0-Anschlüsse und ein weiterer USB-Typ-C erweitern die Konnektivität drastisch, und die Thunderbolt-3-Verbindung dient auch als gleichzeitiges Ladegerät für kompatible Laptops.
Nun sollte das Vorhandensein von Thunderbolt 3 eigentlich alle technischen Konflikte beseitigen, aber HP sagte, dass der Omen Accelerator nur für die Computer des Unternehmens zertifiziert wurde und keine problemfreie Erfahrung auf anderen Systemen garantieren kann. Das klingt ein bisschen nach „wir waschen unsere Hände in Unschuld“, aber ich schätze, dass für 300 Dollar (nur das Gehäuse, ohne Grafikkarten und Speicher) viele Nutzer bereit sein werden, es auszuprobieren, besonders wenn der Razer Core fast doppelt so teuer ist.