IDC veröffentlichte am 8. Oktober 2026 eine vorläufige Schätzung: Im dritten Quartal gingen weltweit 62,7 Millionen traditionelle PCs an Vertriebskanäle oder Endnutzer. Das waren 20,1 Prozent weniger als im Vorjahresquartal mit 78,5 Millionen und 9,1 Prozent weniger als im zweiten Quartal. IDC

Weltweite PC-Lieferungen sanken im dritten Quartal um 20,1 Prozent

Die Schätzung umfasst Desktop-PCs, Notebooks und Workstations. Tablets und x86-Server gehören nicht zu dieser Kategorie. Mit dem Rückgang gegenüber dem Vorquartal kehrte sich das übliche saisonale Muster um, bei dem die Lieferungen im dritten Quartal höher ausfallen als im zweiten. Es war zudem das zweite Quartal in Folge mit einem Rückgang gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum; im zweiten Quartal 2026 hatte das Minus 3,8 Prozent betragen.

So entwickelten sich die großen PC-Hersteller

Lenovo blieb im dritten Quartal der größte Anbieter nach Liefermenge. Bei Apple und ASUS sanken die Lieferungen weniger stark als im Gesamtmarkt, sodass beide ihren Marktanteil erhöhten. Lenovo, HP Inc. und Dell Technologies verloren gemeinsam 4,2 Prozentpunkte Marktanteil.

HerstellerLieferungen im Q3 2026 (Millionen)Marktanteil im Q3 2026Veränderung der Lieferungen zum Vorjahr
Lenovo14,923,8 %−22,6 %
HP Inc.10,316,5 %−30,9 %
Dell Technologies7,612,1 %−25,0 %
Apple5,99,5 %−11,3 %
ASUS5,58,7 %−8,6 %

Die Werte sind vorläufige Schätzungen. Durch Rundungen können sich Abweichungen bei der Summe ergeben.

Warum das Quartal schwach ausfiel

IDC führt das Ergebnis auf mehrere Faktoren zurück: Hersteller und Vertriebskanäle hatten zu Jahresbeginn Lagerbestände aufgebaut, um erwarteten Preiserhöhungen zuvorzukommen. Zugleich hielten Lieferengpässe an, und hohe Preise belasteten die Nachfrage. IDC brachte das hohe Preisniveau mit dem Ausbau von KI-Rechenzentren in Verbindung, bezifferte den Anteil dieses Faktors am Rückgang aber nicht.

Für Verbraucher könnten Aktionen kurzfristig Entlastung bringen. IDC erwartete jedoch, dass PC-Preise über dem Vorjahresniveau bleiben.