Der Teardown von iFixit vom 20. September 2026 gibt dem iPhone 18 Pro und dem iPhone 18 Pro Max vorläufig 7 von 10 Punkten für die Reparierbarkeit. Modulare Kameraeinheiten und ein verschraubtes Akkufach sprechen für einen besseren Zugang zu einzelnen Komponenten. Gleichzeitig müssen viele Reparaturen weiterhin über das verklebte Display erfolgen – und genau dort lauert ein empfindlicher Kunststoffrahmen.
iPhone 18 Pro: 7 von 10 Punkten – vorläufig
Die Bewertung fällt deshalb gemischt aus. Die Hauptkamera lässt sich als komplette Einheit vergleichsweise direkt erreichen, der Akku sitzt in einer Metallwanne, die mit Schrauben befestigt ist, und der USB-C-Anschluss ist ein separates Bauteil. Das sind sinnvolle Ansätze für Reparaturbetriebe.
Der Zugang zu den wichtigsten Komponenten erfolgt jedoch weiterhin von vorn. Für den Akku muss das Display entfernt werden; die Rückseite bietet dafür keinen vorgesehenen Zugang. Außerdem erschwert ein langes Flexkabel zusammen mit umliegenden Bauteilen den Ausbau des USB-C-Anschlusses.
Die variable Blende ist die größte Reparaturhürde
Die Hauptkamera des iPhone 18 Pro und des iPhone 18 Pro Max besitzt eine mechanisch verstellbare Blende. Sechs überlappende Lamellen aus einem Polymer-Verbundwerkstoff regeln die Öffnung; ein Magnet bewegt den Mechanismus. Jede Lamelle ist ungefähr so dünn wie ein menschliches Haar.
Diese Konstruktion ist technisch raffiniert, aber im Inneren extrem filigran. iFixit kommt zu dem Schluss, dass eine Reparatur nur der Blende praktisch nicht durchführbar ist. Wenn die Blende ausfällt oder stecken bleibt, müsste wahrscheinlich die komplette Hauptkameraeinheit ersetzt werden. Die Kamera ist also als Modul gut zugänglich, ihr präziser Mechanismus innerhalb dieses Moduls aber kaum sinnvoll einzeln zu reparieren.
Der Displayrahmen kann beim Öffnen beschädigt werden
Bei drei von vier von iFixit geöffneten Geräten brach der Kunststoffrahmen des Displays oder löste sich teilweise. Der Rahmen ist Bestandteil der Displayeinheit; Apple verkauft ihn nicht als separates Ersatzteil. Eine Beschädigung kann deshalb den Austausch der kompletten Displayeinheit erforderlich machen.
iFixit ordnet die Beobachtung ausdrücklich als Ergebnis von vier geöffneten Geräten ein. Für eine allgemeine Fehlerquote reicht diese Zahl nicht aus. Als mögliche Einflussfaktoren nennt iFixit unter anderem Klebestärke, Wärme, Technik und Unterschiede im Kunststoff. Ein anderer Teardown kam beim Ausbau des Displays zu einem anderen Ergebnis – die praktische Erfahrung hängt damit auch vom konkreten Gerät und der verwendeten Methode ab.
Akku, Kamera und USB-C: Was lässt sich tauschen?
Der Akku wird nicht durch die Rückseite ausgebaut. Der Zugang führt über das Display, während die Akkuwanne selbst mit Schrauben fixiert ist. Die Akkuzelle bleibt mit elektrisch lösbarem Klebstoff an der Wanne befestigt.
Für die US-eSIM-Varianten nennt die interne Beschriftung des iPhone 18 Pro eine Kapazität von 4.288 mAh und beim iPhone 18 Pro Max 5.567 mAh. Varianten mit SIM-Kartenfach kommen auf 4.056 mAh beziehungsweise 5.391 mAh. Diese Werte gehören zu unterschiedlichen Gerätekonfigurationen und sollten nicht zu einer einzigen Modellangabe zusammengezogen werden.
Die Kameraeinheit ist als separates Modul ausgeführt. Das hilft beim Zugang, ändert aber nichts an der schwierigen Reparatur der sechs Blendenlamellen. Der USB-C-Anschluss ist ebenfalls ein separates Bauteil, sein Ausbau wird laut iFixit jedoch durch das lange Flexkabel und benachbarte Komponenten erschwert.
Apples Reparaturpreise in Deutschland
Apple nennt für Deutschland folgende geschätzte Preise für Reparaturen außerhalb der Garantie:
| Reparatur | Geschätzter Preis in Deutschland |
| Akkuservice | 149 € |
| Beschädigtes Rückglas | 169 € |
| Beschädigte Rückkamera | 299 € |
| Beschädigtes Display | 489 € |
Die Beträge sind Schätzungen. Der endgültige Preis hängt laut Apple unter anderem von der Geräteprüfung, der Teileverfügbarkeit, dem Versand, Steuern und dem jeweiligen Serviceanbieter ab.