In Millington gilt seit dem 12. Oktober 2026 ein sechsmonatiges Moratorium für bestimmte neue Anträge rund um Rechenzentren. Das berichten Action News 5 und The Daily Memphian. Als vorgesehenes Ende nennen beide den 12. April 2027, sofern die Stadt die Regelung nicht verlängert. Im Raum Memphis betreibt xAI das Rechenzentrum Colossus.

Welche Anträge Millingtons Pause erfasst

Den Berichten zufolge umfasst das Moratorium neue Anträge auf netzunabhängige Stromerzeugung, begleitende Rechenanlagen und Rechenzentren im industriellen Maßstab. Anträge, die bereits angenommen waren, sind ausgenommen.

Memphis führt eine Ratssitzung für den 20. Oktober auf

Die Stadt Memphis listet für den 20. Oktober 2026 eine Ratssitzung. Justin J. Pearson sagte in einem am 15. Oktober veröffentlichten Interview, an diesem Tag solle über ein Moratorium abgestimmt werden. Democracy Now!

Was die Luftqualitätsanalyse ergab

Forschende der University of Memphis schreiben in The Conversation, Colossus habe am 1. September 2024 den Betrieb aufgenommen. Ihre Modellrechnung ordnete den Turbinen einen zusätzlichen Anstieg der Feinstaubbelastung um etwa ein Prozent zu; die Grundbelastung war bereits hoch. Die Berechnung bezog sich auf den normalen Turbinenbetrieb.

Ein separater Vergleich von Satellitendaten vor und nach dem Betriebsstart ergab keine signifikante Veränderung der Feinstaubbelastung. Nach Angaben der Forschenden gab es zum Zeitpunkt ihrer Untersuchung in den nächstgelegenen Vierteln im Südwesten von Memphis keine dauerhaften Luftmessstationen. Ein unabhängiges akkreditiertes Labor führte im Juni 2025 eine zweitägige Messkampagne durch; die Verfahren waren nicht empfindlich genug, um Spuren von Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylolen und Schwefeldioxid nachzuweisen.

Was die Aufnahmen am Standort zeigen

Die englischsprachigen Aufnahmen von Thermografin Sharon Wilson, veröffentlicht bei Oilfield Witness, zeigen Schwaden an mehreren Turbinen und zugehörigen Anlagen am Colossus-Standort. Sie entstanden am 13. Mai 2025. Die Kamera erfasst einen begrenzten Wellenlängenbereich von 3,2–3,4 µm; Formaldehyd und Kohlendioxid erfasst sie nicht.

Optische Gasbildgebung ergänzt Modellrechnung und Satellitenvergleich um eine visuelle Perspektive direkt am Standort.