Intel kündigte am 9. Oktober 2026 in einer Roadmap-Mitteilung an, dass Diamond Rapids die letzte Xeon-Plattform mit Software Guard Extensions (SGX) sein soll. Zugleich richtet der Konzern seine Confidential-Computing-Roadmap auf Trust Domain Extensions (TDX) aus. Für bestehende SGX-Plattformen plant Intel Support und Sicherheitsupdates bis in die frühen 2030er-Jahre.

SGX-Enklaven und TDX-VMs schützen unterschiedliche Bereiche

SGX schützt ausgewählte Anwendungsdaten und -programme in sogenannten Enklaven. TDX sichert dagegen eine gesamte virtuelle Maschine (VM). Diese unterschiedlichen Schutzbereiche beschreibt Igor’sLAB; eine Migration von SGX zu TDX muss demnach für den jeweiligen Arbeitsablauf bewertet werden.

AspektIntel SGXIntel TDX
Geschützter BereichAusgewählte Anwendungsdaten und -programme in EnklavenEine gesamte virtuelle Maschine
Rolle in Intels Xeon-RoadmapDiamond Rapids soll die letzte Xeon-Plattform mit SGX seinSchwerpunkt von Intels Confidential-Computing-Roadmap

Was Intel für bestehende SGX-Plattformen plant

Intel zufolge haben Kunden mehrere Jahre, um eine Migration zu planen, zu validieren und im eigenen Tempo vorzubereiten. Der geplante Support bis in die frühen 2030er-Jahre ist ein gemeinsamer Zeithorizont für bestehende SGX-Plattformen, kein einheitlicher Endtermin für jedes einzelne Produkt.

Warum Intel auf TDX setzt

Als Gründe für den Fokus auf VM-Isolierungstechnologien wie TDX nennt Intel Skalierbarkeit, einfachere Bereitstellung und das Betriebsmodell. Das ist die strategische Begründung des Unternehmens. Intel führt außerdem vertrauenswürdige Ein-/Ausgabe mit TDX Connect, Post-Quanten-Kryptografie und erweiterte Attestierung als Investitionsfelder auf.