Apple hat iOS 27 und iPadOS 27 am 14. September 2026 veröffentlicht. Die zugehörigen Sicherheitsbulletins nennen mehr als 120 Sicherheitseinträge für iPhone und iPad. Behoben wurden unter anderem Fehler, die je nach betroffener Komponente Codeausführung, höhere Systemrechte, den Zugriff auf sensible Daten oder einen Absturz des Geräts ermöglichen konnten.

Für Nutzer in Deutschland bedeutet das: iOS 27 ist seit dem 14. September 2026 für kompatible iPhones verfügbar. Wer ein unterstütztes Gerät besitzt, sollte das passende Sicherheitsupdate installieren, sobald es angeboten wird.

Was die Sicherheitsupdates beheben

Die Einträge betreffen zahlreiche Systembereiche. Besonders relevant sind Schwachstellen im Kernel, dem zentralen Kern des Betriebssystems, sowie in WebKit, der Browser-Engine von Safari.

Je nach Fehler und Angriffssituation konnten die Probleme unter anderem folgende Folgen haben:

  • Ausführung von beliebigem Schadcode
  • Erlangen von Kernel- oder Root-Rechten
  • Verlassen der Sandbox, die Apps voneinander und vom System isoliert
  • Zugriff auf sensible Daten
  • Umgehung von Datenschutz- oder Authentifizierungsmechanismen
  • Löschen von Zugangsdaten
  • Abfangen von Netzwerkverkehr
  • Abstürze durch manipulierte Dateien oder Webinhalte
  • Verweigerung des Dienstes, also eine gezielte Störung der Verfügbarkeit

Bei den Kernel-Problemen nennt Apple unter anderem Szenarien, in denen eine schädliche App höhere Rechte erlangen, Kernel-Speicher auslesen oder verändern oder die Speicherstruktur des Kernels ermitteln konnte. WebKit-Korrekturen betreffen unter anderem manipulierte Webinhalte, universelles Cross-Site-Scripting über ein präpariertes Webarchiv, Safari-Abstürze und die Offenlegung sensibler Informationen.

Die Angabe „mehr als 120“ bezeichnet die Sicherheitseinträge des Bulletins. Sie ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer separat deduplizierten Zahl einzigartiger Schwachstellen für beide Plattformen.

Welche iPhones und iPads sind kompatibel?

Apple nennt für iOS 27 das iPhone 11 und neuere Modelle. Bei iPadOS 27 umfasst die Liste mehrere Modellreihen und Generationen:

SystemUnterstützte GeräteVeröffentlichungsdatumSicherheitsumfang
iOS 27iPhone 11 und neuer14. September 2026Mehr als 120 Sicherheitseinträge für iOS 27 und iPadOS 27, darunter Fehler bei Codeausführung, Rechten, Datenschutz und Datenzugriff
iPadOS 27iPad Pro 12,9 Zoll ab 4. Generation; iPad Pro 11 Zoll ab 2. Generation; iPad Air ab 4. Generation; iPad ab 9. Generation; iPad mini ab 6. Generation14. September 2026Mehr als 120 Sicherheitseinträge für iPadOS 27 und iOS 27, darunter Fehler bei Codeausführung, Rechten, Datenschutz und Datenzugriff

Die Kompatibilität mit dem Betriebssystem sagt dabei nichts darüber aus, ob jede neue Funktion von iOS 27 auf jedem Modell verfügbar ist. Für die Sicherheitsupdates ist entscheidend, dass das Gerät zu einer der von Apple genannten Modellreihen gehört.

iOS 26.7 und iPadOS 26.7: separater Sicherheitszweig

Apple hat am selben Tag außerdem iOS 26.7 und iPadOS 26.7 als Sicherheitsupdates für den vorherigen Hauptzweig veröffentlicht. Damit können Nutzer, die nicht auf iOS 27 oder iPadOS 27 wechseln, weiterhin eine Aktualisierung für ihre bisherige Systemgeneration erhalten.

Die beiden Zweige sind jedoch nicht als sicherheitsseitig gleichwertig beschrieben. Wer auf iOS 26 bleibt, sollte deshalb das für das eigene Gerät angebotene Update installieren, aber nicht davon ausgehen, dass iOS 26.7 automatisch jeden Fehler aus dem iOS-27- und iPadOS-27-Bulletin behebt.

Gibt es Hinweise auf aktive Ausnutzung?

In den veröffentlichten Bulletinangaben wird keine der dort beschriebenen iOS-27- oder iPadOS-27-Schwachstellen als bei Angriffen ausgenutzt gekennzeichnet. Das ist keine Garantie dafür, dass eine Ausnutzung ausgeschlossen ist. Es bedeutet lediglich, dass für diese Sicherheitsveröffentlichung keine entsprechende Ausnutzungskennzeichnung vorliegt.

Für die Praxis bleibt die Entscheidung trotzdem unkompliziert: Installiere auf einem kompatiblen iPhone oder iPad den passenden Sicherheitszweig, sobald Apple ihn für dein Gerät anbietet.