Der iPhone 18 Pro bringt eine mechanische variable Blende in die 48-MP-Fusion-Hauptkamera. Apple bietet dafür vier Stufen – ƒ/1.48, ƒ/1.8, ƒ/2.8 und ƒ/4.0 – und lässt die Auswahl automatisch oder manuell zu. Die Idee erinnert an Samsungs Galaxy S9 und S9+ aus dem Jahr 2018, ist aber nicht einfach eine Samsung-Erfindung: Ein früheres Beispiel ist das Nokia N86 von 2009.

Die neue Kamera ist damit die klarste technische Parallele zwischen dem iPhone 18 Pro und älteren Samsung-Geräten. Gleichzeitig bringt Apple die Funktion mit mehr Auswahl und umfangreicheren manuellen Einstellungen zurück ins Rampenlicht.

Was Apple im iPhone 18 Pro tatsächlich neu macht

Die mechanische Blende des iPhone 18 Pro Max in einer Nahaufnahme

Apple stellte die iPhone-18-Familie am 9. September 2026 vor. Beim iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max besteht die wichtigste Kameraänderung aus einer mechanischen Blende: Im Objektiv bewegen sich die Blendenlamellen tatsächlich, statt die Tiefenwirkung nur rechnerisch zu simulieren.

Die vier Werte decken eine große Öffnung für mehr Licht und eine kleinere Öffnung für eine stärkere Kontrolle der Schärfentiefe ab. Das bedeutet nicht automatisch bessere Fotos in jeder Situation. Sensor, Objektiv, Licht und Motiv bleiben ebenso entscheidend.

Apple nennt außerdem manuelle Einstellungen für Blende, Verschlusszeit und Weißabgleich sowie ein Histogramm. Zur Kameraausstattung gehören bei beiden Pro-Modellen eine 48-MP-Fusion-Ultraweitwinkelkamera und eine 48-MP-Fusion-Telekamera. Für Video nennt Apple unter anderem 4K-Dolby-Vision mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde an der Hauptkamera, ProRes RAW, Apple Log 2 und Genlock.

Das iPhone 18 Pro Max ist laut Apple für bis zu 45 Stunden Videowiedergabe ausgelegt. Der A20 Pro und eine neue Dampfkammer sollen zudem bis zu 40 Prozent mehr anhaltende Leistung als beim iPhone 17 Pro ermöglichen – eine Angabe von Apple, keine unabhängige Messung.

Die Demonstration zeigt die physische Bewegung der Blendenmechanik. Sie ist anschaulich, ersetzt aber keinen kontrollierten Vergleich der Bildqualität.

Variable Blende: Samsung-Vorbild, aber keine exklusive Erfindung

Die direkte Antwort auf die historische Einordnung lautet: Die variable Blende des iPhone 18 Pro ähnelt am stärksten der zweistufigen Lösung des Galaxy S9 und S9+. Samsungs Geräte boten 2018 die Stufen ƒ/1.5 und ƒ/2.4. Apple kommt nun auf vier Einstellungen.

GerätJahrBlendenstufenBedienung
Nokia N862009Variable Blende, genaue Stufen hier nicht angegebenFrüheres Smartphone-Beispiel für das Prinzip
Samsung Galaxy S9 und S9+2018ƒ/1.5 und ƒ/2.4Zwei feste Positionen
iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max2026ƒ/1.48, ƒ/1.8, ƒ/2.8 und ƒ/4.0Automatisch oder manuell, mit zusätzlichen Kameraeinstellungen

Ist die variable Blende also eine Samsung-Erfindung? Nein. Samsung hat das Konzept in Premium-Smartphones sichtbar gemacht und popularisiert. Das Prinzip selbst reicht jedoch mindestens bis zum Nokia N86 zurück. Die faire Beschreibung lautet deshalb: Apple übernimmt eine etablierte Smartphone-Idee und setzt sie mit vier wählbaren Stufen sowie manuellen Kontrollen neu um.

Was über das faltbare iPhone Duo berichtet wird

Der Samsung-Vergleich betrifft nicht nur die Kamera. Für das iPhone Duo werden ein faltbares Innendisplay mit 7,6 Zoll, eine Titan-Verstärkung und eine Kamera unter dem inneren Display berichtet. Außerdem wird Samsung Display als Lieferant des Panels genannt.

Diese Angaben gehören in eine andere Kategorie als die offiziellen iPhone-18-Pro-Kameraspezifikationen. Sie beschreiben berichtete Eigenschaften des iPhone Duo, nicht bestätigte technische Kerndaten von Apple. Auch eine seitliche Touch-ID-Lösung wird im Zusammenhang mit dem faltbaren Modell berichtet.

Samsung setzte eine Kamera unter dem Display bereits beim Galaxy Z Fold 3 ein und führte diesen Ansatz bis zum Z Fold 6 fort. Beim Z Fold 7 kehrte Samsung zu einer sichtbaren Punch-Hole-Kamera zurück. Die Parallele ist deshalb vor allem eine Frage der Produktgeschichte: Hersteller greifen Ideen auf, verändern sie und verwerfen sie manchmal wieder.

iPhone 18 Pro Max gegen Galaxy S26 Ultra

Vier Blendenstufen und Samsungs Privacy Display im Funktionsvergleich

Beim aktuellen Spitzenmodellvergleich liegen die Schwerpunkte nicht auf derselben Seite. Das iPhone 18 Pro Max setzt auf variable Blende und professionelle Videoformate. Das Galaxy S26 Ultra kombiniert eine 200-MP-Hauptkamera mit zwei dedizierten Telekameras, einem integrierten S Pen und Privacy Display.

KategorieiPhone 18 Pro MaxSamsung Galaxy S26 UltraBedeutung für Nutzer
Hauptkamera48-MP-Fusion-Hauptkamera mit mechanischer variabler Blende200-MP-Hauptkamera mit festem lichtstarkem ObjektivApple bietet physische Blendenwahl; Samsung setzt auf eine höhere nominelle Auflösung
TelekameraDedizierte 4-fach-Telekamera; bis zu 8-fache optische Qualität und 16-facher Gesamtbereich laut AppleZwei dedizierte Telekameras, darunter 3-fach und 5-fachDie Geräte verteilen ihre Zoom-Hardware unterschiedlich; die Angaben sind keine identische Messgröße
Video4K-Dolby-Vision bis 120 fps, ProRes RAW, Apple Log 2 und Genlock8K-Video als ausgewiesene FunktionApple richtet sich stärker an Formate und Synchronisation für die Videoproduktion; Samsung bietet 8K-Aufnahme
Privatsphäre und EingabeFace ID, Dynamic Island, Kamerasteuerung und AktionstastePrivacy Display und integrierter S PenSamsung bietet eine integrierte Sichtschutzfunktion und Stifteingabe
Display6,9 Zoll OLED, 2868 × 1320 Pixel, bis 120 Hz, bis zu 3000 Nits Spitzenhelligkeit im Freien6,9 Zoll AMOLED, 3120 × 1440 Pixel, 120 Hz, 2600 NitsSamsung nennt die höhere Auflösung; Apple die höhere angegebene Helligkeit im Freien
Gewicht und Dicke249 g; 8,75 mm214 g; 7,9 mmDas Galaxy S26 Ultra ist in diesen Angaben leichter und dünner

Die Tabelle liefert trotzdem keinen Gesamtsieger. Für die Bildqualität, Akkulaufzeit im Alltag oder anhaltende Leistung liegt kein kontrollierter Vergleich beider exakten Modelle vor. Die Hardwareunterschiede lassen sich beschreiben; daraus folgt aber nicht automatisch, welches Telefon insgesamt bessere Fotos macht.

Die Aufnahmen zeigen die Blendenwahl in der iPhone-Kamera und die Privacy-Display-Einstellung des Galaxy S26 Ultra. Sichtbare Menüs belegen die Bedienoberfläche, nicht die Überlegenheit der jeweiligen Kamera.

Das Fazit für Käufer

Wer beim Fotografieren bewusst mit Licht und Schärfentiefe arbeiten möchte, bekommt beim iPhone 18 Pro eine ungewöhnlich konkrete Neuerung: vier mechanische Blendenstufen plus manuelle Kontrolle von Blende, Verschlusszeit, Weißabgleich und Histogramm. Das ist mehr als ein neuer Menüpunkt, aber kein Beweis für automatisch bessere Bilder.

Wer ein Galaxy S26 Ultra erwägt, findet dort andere Alleinstellungsmerkmale: Privacy Display, S Pen, zwei dedizierte Telekameras und 8K-Video. Der Vergleich zeigt deshalb weniger einen Sieger als zwei unterschiedliche Vorstellungen vom Premium-Smartphone.

Die sauberste Schlussfolgerung lautet: Apple hat eine ältere Smartphone-Idee technisch erweitert, Samsung hat sie zuvor in der Premiumklasse bekannt gemacht, und Nokia war noch früher dabei. Beim iPhone Duo bleibt die berichtete Falttechnik vorsichtiger einzuordnen. Für Käufer zählt am Ende, ob sie die vier Blendenstufen und manuellen Videowerkzeuge tatsächlich nutzen – nicht, welches Unternehmen die Idee zuerst sichtbar gemacht hat.