Am 22. September zeichnen aktuelle Belastungstests ein klares Bild vom iPhone 18 Pro Max: Das Smartphone steckt harte Stürze und mehrere Funktionsprüfungen gut weg, bleibt aber an Rückglas, Kamerabereich und Aluminiumkanten verletzlich. Es ist robust – nur eben kein Schutzschild mit Apple-Logo.

Die aktuellen Tests zeigen ein robustes, aber nicht unverwundbares Telefon

Apple setzt beim iPhone 18 Pro Max auf ein Aluminium-Unibody, Ceramic Shield 2 auf der Vorderseite und Ceramic Shield auf der Rückseite. Apple gibt für Ceramic Shield 2 eine dreimal höhere Kratzfestigkeit gegenüber der vorherigen Generation an.

Bei externen Belastungsprüfungen wurden außerdem gute Ergebnisse bei Kratzern, Hitze und Verwindung berichtet. Die kritischeren Bereiche liegen demnach am Rückglas und rund um das Kameramodul. Für den Alltag bedeutet das: Die Oberfläche kann viel aushalten, ein unglücklicher Aufprall bleibt trotzdem ein Risiko.

Was im kontrollierten Sturzvergleich passiert ist

Der kontrollierte Sturzvergleich von iPhone 18 Pro Max und Samsung Galaxy S26 Ultra

PhoneBuff ließ das iPhone 18 Pro Max und das Samsung Galaxy S26 Ultra auf einer 120er-Schleifpapierfläche aus 1 und 1,5 Metern fallen. Danach folgte eine Funktionsprüfung mit 15 Hardware- und Sensorkontrollen.

Das iPhone 18 Pro Max erzielte dabei 56 Punkte, das Samsung Galaxy S26 Ultra 53 Punkte. Bei einem Sturz aus 1 Meter auf die Displayseite blieb das Display des iPhone intakt, während das Display des Galaxy S26 Ultra zerbrach und dessen Fingerabdrucksensor ausfiel.

Beim Ecksturz aus 1 Meter zeigte das iPhone jedoch deutliche Dellen und Lackverlust am Aluminiumrahmen. Face ID, Kamera und die variable Blende blieben nach mehreren Testrunden funktionsfähig.

TestdimensioniPhone 18 Pro MaxSamsung Galaxy S26 UltraBedingung
Ergebnis im kontrollierten Vergleich56 Punkte53 PunkteBewertungsverfahren mit 15-Punkte-Funktionsprüfung
Sturz auf die DisplayseiteDisplay blieb intaktDisplay zerbrach, Fingerabdrucksensor fiel aus1 Meter
EcksturzSichtbare Dellen und Lackverlust am RahmenSchäden am Rahmen1 Meter
Funktionsprüfung nach mehreren RundenFace ID, Kamera und variable Blende blieben funktionsfähigFingerabdrucksensor funktionierte nach dem Displayschaden nichtKontrollprüfung nach mehreren Stürzen

Display und Rahmen halten viel aus – Aufprall ist trotzdem etwas anderes

Ceramic Shield 2 soll laut Apple vor allem die Kratzfestigkeit verbessern. Das ist nicht dasselbe wie ein Schutz vor jedem Aufprall: Ein Display kann Kratzer gut abwehren und bei einem bestimmten Sturz trotzdem brechen.

Der Sturzvergleich macht diese Trennung greifbar. Das iPhone 18 Pro Max übersteht den 1-Meter-Aufprall auf die Vorderseite mit intaktem Display, nimmt am Aluminiumrahmen aber sichtbare Schäden mit. Bei 1,5 Metern wurden Risse im Display berichtet.

Rückglas, Kamerabereich und Ecken bleiben die kritischen Stellen

Die Rückseite besteht aus Ceramic Shield, doch Glas bleibt bei harten Treffern empfindlich. Berichte zu externen Tests nennen das Rückglas und die Bereiche neben den Kameras als besonders gefährdet. Im kontrollierten Sturzvergleich sind außerdem die Ecken des Aluminiumrahmens sichtbar verformt und an manchen Stellen ist Lack abgeplatzt.

Das erklärt die praktische Schwachstelle des Geräts: Die zentrale Funktion kann nach mehreren Stürzen erhalten bleiben, während das Gehäuse bereits deutlich gezeichnet ist. Wer das iPhone ohne Hülle nutzt, setzt deshalb vor allem Kanten, Rückseite und Kamerabereich dem Risiko sichtbarer Schäden aus.

Macht Ceramic Shield 2 eine Schutzfolie überflüssig?

Apple-Hardwarechef Tom Marieb spricht sich gegen Displayschutzfolien aus und begründet das mit Apples Vertrauen in Ceramic Shield 2 und die Gestaltung des Displays. Daraus folgt jedoch keine allgemeine Empfehlung für alle Nutzer.

Eine Schutzfolie kann weiterhin eine zusätzliche Kratzbarriere sein. Gegen einen schweren Treffer an einer Gehäusekante oder gegen Schäden am Rückglas hilft sie allerdings nicht. Wer vor allem Kratzer vermeiden möchte, entscheidet anders als jemand, der Sturzschäden möglichst begrenzen will.

Was das für den Kauf bedeutet

Für den Alltag spricht vieles für ein widerstandsfähiges iPhone 18 Pro Max: Das Display übersteht den geprüften 1-Meter-Sturz auf die Vorderseite, und wichtige Funktionen bleiben nach mehreren Runden erhalten. Gleichzeitig zeigen Dellen am Aluminium und die gemeldeten Risiken an Rückglas und Kamerabereich, dass eine Hülle weiterhin einen praktischen Zweck hat.

Wer Kratzer auf dem Display vermeiden will, kann zusätzlich eine Schutzfolie wählen; wer vor allem die Ecken und die Rückseite schützen möchte, braucht eine Lösung, die diese Bereiche tatsächlich abdeckt.