Das iPhone 18 Pro passt zu dir, wenn du mehrere fest integrierte Kameras und Videoformate wie ProRes RAW in einem Smartphone nutzen möchtest. Die Sony ZV-E10 II ist die naheliegende Wahl, wenn du eine APS-C-Kamera mit wechselbaren E-Mount-Objektiven und interner 10-Bit-Aufzeichnung suchst. Die technischen Daten beschreiben unterschiedliche Arbeitsweisen – sie liefern keine Rangliste der Bildqualität.

Zwei Kamerasysteme, zwei Arbeitsweisen

Apple nennt für das iPhone 18 Pro drei rückseitige Kameras mit jeweils 48 Megapixeln: Hauptkamera, Ultraweitwinkel und Tele. Die angegebenen Bildwinkel entsprechen 24 mm, 13 mm sowie 100 mm; zusätzlich führt Apple eine 200-mm-Tele-Einstellung in optischer Qualität auf. Bei der Hauptkamera stehen vier Blendenwerte zur Wahl: ƒ/1,48, ƒ/1,8, ƒ/2,8 und ƒ/4,0. Apple führt die vollständigen technischen Daten des iPhone 18 Pro auf seiner Produktseite auf.

Die Sony ZV-E10 II hat einen APS-C-Exmor-R-CMOS-Sensor mit rund 26,0 effektiven Megapixeln für Fotos. Anders als beim iPhone lassen sich an ihrem E-Mount verschiedene kompatible Objektive verwenden. Das gibt dir bei der Wahl des Bildausschnitts mehr Objektivoptionen – du musst dafür aber auch ein Objektiv auswählen und an der Kamera einsetzen. Sony nennt die technischen Daten der ZV-E10 II auf der Produktseite.

MerkmaliPhone 18 ProSony ZV-E10 II
KamerasystemDrei rückseitige Kameras: Hauptkamera, Ultraweitwinkel und Tele, jeweils 48 MPAPS-C-Sensor mit rund 26,0 effektiven MP für Fotos
Objektive und Bildwinkel13 mm, 24 mm, 100 mm sowie 200 mm in optischer QualitätWechselobjektive mit Sony E-Mount
VideooptionenApple Log 2, ProRes RAW und Genlock; ProRes bis 4K/120 fps mit externer AufzeichnungInternes 10-Bit-4:2:2-All-Intra bis 4K/60p sowie S-Log3
StabilisierungSensorstabilisierung für Haupt- und Telekamera; Action-Modus bis 2,8K mit Dolby Vision und 60 fpsElektronischer Active-Modus mit kleinem Bildausschnitt; nicht bei 100/120 fps oder höher verfügbar

Videoformate und Produktionskontrolle

Für hochauflösende Aufnahmen mit hoher Bildrate führt Apple Dolby Vision bis 4K/120 fps für die Hauptkamera auf. Apple nennt außerdem Apple Log 2, ProRes RAW und Genlock. Wichtig für den geplanten Schnitt: ProRes-Aufnahmen bis 4K/120 fps benötigen ein externes Aufzeichnungsgerät. Der Action-Modus ist eine eigene Option und reicht bis 2,8K mit Dolby Vision und 60 fps.

Die Sony nimmt laut Hersteller intern mit bis zu 4K/60p und 10-Bit-4:2:2-Farbabtastung auf; All-Intra-Aufzeichnung ist bis 4K/60p möglich. Dazu kommt das Log-Profil S-Log3. Log-Profile geben bei der Farbkorrektur Spielraum, während Codec, Auflösung und Bildrate mit dem geplanten Schnittablauf zusammenpassen müssen. Bei der Entscheidung zählt daher, welches Aufnahmeformat dein Projekt verlangt: Das iPhone bindet ProRes bis 4K/120 fps an externe Aufzeichnung, die Sony bietet 10-Bit-4:2:2-All-Intra intern bis 4K/60p.

Stabilisierung, Fotos und Akku

Apple führt eine Sensorverschiebungs-Stabilisierung der zweiten Generation für die Hauptkamera und eine dreidimensionale Sensorverschiebungs-Stabilisierung für die Telekamera auf. Der Action-Modus ist davon getrennt und hat die genannten Grenzen bei Auflösung und Bildrate. Sony beschreibt den Active-Modus als elektronische Stabilisierung, die einen kleinen Bildausschnitt verwendet; bei 100/120 fps oder höheren Bildraten steht er nicht zur Verfügung. Diese unterschiedlichen Angaben sind technische Funktionen, kein direkter Vergleich der Stabilisierung im selben Motiv.

Auch die Sony-Akkuwerte beziehen sich auf unterschiedliche Aufgaben: Sony gibt bis zu 195 Minuten fortlaufende Filmaufnahme bei Verwendung des LCD-Monitors an. Für Fotos nennt der Hersteller rund 610 Aufnahmen nach CIPA-Standard. Das sind getrennte Messgrößen, keine gemeinsame Laufzeitangabe. Für Standbilder nennt Sony außerdem einen Phasen-Autofokus mit bis zu 759 Messfeldern, abhängig vom Aufnahmemodus.

Wenn Aufnahmen der ZV-E10 II unscharf wirken, lohnt es sich, Fokusdistanz, verschmutzte Objektivoberfläche, Verwacklung und Belichtungszeit getrennt zu prüfen. Sony weist zudem darauf hin, dass der Active-Modus bei bestimmten Bedingungen verwackelte Videos beim Gehen verursachen kann. Sonys Hinweise zu unscharfen Aufnahmen und zum Active-Modus beim Gehen beschreiben diese möglichen Ursachen und Einschränkungen.

Welche Arbeitsweise passt zu dir?

Greif zum iPhone 18 Pro, wenn du ein Smartphone mit mehreren fest integrierten Bildwinkeln und den von Apple aufgeführten Videoformaten suchst. Prüfe vor einem Dreh besonders, ob du ProRes bis 4K/120 fps nutzen willst: Dafür brauchst du externe Aufzeichnung. Für bewegte Szenen gibt es außerdem den separaten Action-Modus bis 2,8K und 60 fps.

Die Sony ZV-E10 II passt eher zu einem Ablauf, bei dem du Objektive wechseln und intern in 10-Bit-4:2:2 bis 4K/60p aufnehmen möchtest. Für Fotos stehen der APS-C-Sensor mit rund 26,0 effektiven Megapixeln und der modusspezifische Phasen-Autofokus zur Verfügung. Welches Gerät die überzeugenderen Bilder liefert, hängt nicht allein von diesen Funktionslisten ab; für deine Wahl sind zunächst Objektivbedarf und gewünschtes Aufnahmeformat die greifbaren Unterschiede.