Die Kamera des iPhone 18 Pro bietet mit ihrer variablen Hauptblende eine zusätzliche Möglichkeit zur Bildgestaltung: Vier physische Einstellungen reichen von ƒ/1,48 bis ƒ/4. Werte wie ƒ/16 in der separaten Tiefensteuerung sind dagegen Software-Simulationen. In der Praxis kann die Blende den Hintergrund weicher oder detailreicher wirken lassen; mit ƒ/4 lassen sich außerdem sternförmige Lichtpunkte erzeugen.
Was sich an der Kamera des iPhone 18 Pro ändert
Die Hauptkamera lässt sich physisch auf ƒ/1,48, ƒ/1,8, ƒ/2,8 oder ƒ/4 einstellen. Eine weit geöffnete Blende wie ƒ/1,48 lässt mehr Licht ein und kann den Hintergrund stärker unscharf erscheinen lassen. Bei ƒ/4 fällt weniger Licht ein, während mehr von der Umgebung scharf wirken kann. Dieser unscharfe Hintergrund wird auch Bokeh genannt.
Zur Kamerasteuerung gehören außerdem manuelle Einstellungen für Belichtungszeit, Weißabgleich und Fokus sowie Focus Tracking. Die Rückseite hat drei Kameras mit jeweils 48 Megapixeln; die Frontkamera löst mit 18 Megapixeln auf. Gegenüber dem iPhone 17 Pro, dessen Hauptkamera eine feste Blende von ƒ/1,78 hat, ist die physische Verstellung die zentrale Änderung an der Hauptkamera.
Physische Blende und simulierte Tiefenschärfe sind zwei verschiedene Dinge
Die physische Blende endet bei ƒ/4. Höhere Werte in der separaten Tiefensteuerung, etwa ƒ/16, beschreiben simulierte Tiefenschärfe und keine weitere Einstellung der Objektivöffnung. Die Kamera kombiniert bei solchen Werten optische und softwarebasierte Effekte.
Was die Blendensteuerung in der Praxis bewirkt
Bei ƒ/4 können helle Lichtquellen sternförmige Strahlen bekommen. Eine längere Belichtungszeit kann Bewegung im Bild verwischen: Bei einer Wasserfallaufnahme in Colorado kamen ƒ/4 und eine Belichtungszeit von 1/15 Sekunde zum Einsatz. Manuelle Fokussierung half dabei, eine Spiegelung in den Bergen statt der Fensterscheibe davor scharfzustellen. Focus Tracking hielt bei einer Nahaufnahme eine Blüte im Fokus, während sich die Kamera oder die Blume bewegte.
Die Regler sind allerdings nicht besonders schnell erreichbar: Blende und Belichtungszeit liegen in einem ausklappbaren Menü der Kamera-App. Auch die Kamerasteuerungstaste kann diese beiden Werte nicht direkt verändern. Wer die Einstellungen häufig manuell anpasst, muss also mit zusätzlichen Schritten in der Bedienung rechnen.
Filmähnliche Fotostile im Praxiseindruck
Die aktualisierten Fotostile bieten unter anderem Regler für Textur und Körnung. Bei einem qualitativen Vergleich mit analogem Film wirkten Körnung und Halation – der Lichtschein um helle Bereiche – überzeugend. Farben und Kontrast kamen dem Filmlook ohne weitere Bearbeitung weniger nahe. Die Stile liefern damit eine filmisch angehauchte Anmutung, aber keine vollständige Nachbildung analogen Films.
Pro und Pro Max fotografieren gleich
Das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max haben dasselbe Kamerasystem und dieselbe Kamerasoftware. Die Wahl zwischen den beiden Modellen verändert daher nicht die Kameraausstattung.