Das iPhone 18 Pro bringt mit seiner variablen Blende einen konkreten Kameravorteil. Die Ergebnisse zu Kühlung und Akku fallen ebenfalls positiv aus, stammen aber aus unterschiedlichen Tests: Sie sind kein pauschales Versprechen für längere Laufzeit oder einen großen Leistungssprung im Alltag.
Was die Änderungen im Alltag bringen
Business Insider nutzte das iPhone 18 Pro einen Monat lang und sah den stärksten Grund für ein Upgrade in der flexibleren Kamera und der verbesserten Wärmebehandlung. Für Besitzer eines iPhone 17 Pro hielt das Magazin den Wechsel dagegen für wenig überzeugend; bei älteren iPhones sah es mehr Gründe dafür.
Andrew Ethan Zeng berichtet nach einem Monat mit dem Gerät von rund 6,5 Stunden aktiver Bildschirmzeit und drei Stunden Standby bei gemischter Nutzung. Er nennt außerdem Face ID an bestimmten Schreibtischwinkeln, versehentliche Berührungen der Kamerasteuerung und verzerrten Lautsprecherklang bei hoher Lautstärke als Nachteile seines Testgeräts.
Variable Blende: mehr Einfluss auf die Aufnahme
Apple bietet für die Hauptkamera vier physische Blendenstufen: f/1.48, f/1.8, f/2.8 und f/4.0. Eine kleinere Blendenzahl steht für eine weiter geöffnete Blende. Die Ultraweitwinkelkamera hat eine feste Blende von f/2.2, die Telekamera eine feste Blende von f/2.8.
Der zusätzliche Spielraum ist vor allem für Menschen interessant, die ihre Aufnahmen manuell gestalten. Zeng fand den Effekt auf die Schärfentiefe im Alltag allerdings eher gering. Der Grund: Bei einem Smartphone mit kleinem Kamerasensor verändert die Blende den unscharfen Hintergrund weniger deutlich als bei einer größeren Kamera. Der Fotograf Austin Mann beschreibt zugleich kreative Einsatzmöglichkeiten wie Lichtsterne und Bewegungsunschärfe. Die variable Blende bietet also mehr Kontrolle, garantiert aber nicht automatisch sichtbar andere Bilder.
Kühlung: zwei Tests mit unterschiedlichen Geräten
Business Insider verglich das iPhone 18 Pro draußen in Kalifornien mit einem iPhone 17. Nach zehn Minuten League of Legends: Wild Rift bei maximaler Displayhelligkeit meldete das Magazin für das iPhone 18 Pro eine niedrigere Temperatur. Der Test fand an einem Tag mit 85 Grad statt.
LTT Labs setzte dagegen ein iPhone 18 Pro und ein iPhone 17 Pro 20 Minuten lang dem Belastungstest 3DMark Wild Life Extreme aus. Am Ende lag die Leistung des iPhone 18 Pro noch über dem Spitzenwert des iPhone 17 Pro. Beide Geräte erreichten zum Testende etwa 66 bis 69 Prozent ihrer jeweiligen Spitzenleistung. LTT Labs berichtet außerdem, dass die Dampfkammer des iPhone 18 Pro die dreifache Oberfläche der Kammer im iPhone 17 Pro hat. Da das neuere Modell im Test mehr Benchmark-Arbeit verrichtete und sich Leistungsaufnahme sowie Abstimmung unterscheiden können, ließ sich der Anteil der Dampfkammer am Ergebnis nicht isoliert bestimmen.
Die beiden Ergebnisse beantworten unterschiedliche Fragen: Der Outdoor-Test vergleicht die Temperatur von iPhone 18 Pro und iPhone 17 beim Spielen; der längere Belastungstest vergleicht die anhaltende Benchmark-Leistung von iPhone 18 Pro und iPhone 17 Pro.
Akku: Ladezeit und Laufzeit getrennt betrachten
In CNETs kabelgebundenem Ladetest erreichte das iPhone 18 Pro nach 30 Minuten 82 Prozent Akkuladung. Beim dreistündigen WLAN-Videostreaming behielt es unter den getesteten Smartphones den höchsten Ladestand. Es verlor dabei acht Prozentpunkte weniger als das iPhone 17 Pro.
Das sind Ergebnisse unter den jeweiligen Testbedingungen, keine feste Angabe zur täglichen Laufzeit. Zengs Schätzung von rund 6,5 Stunden aktiver Bildschirmzeit beschreibt dagegen seine gemischte Nutzung über einen Monat. Die Angaben lassen sich deshalb nicht zu einer einzigen Laufzeitprognose zusammenziehen.
Lohnt sich der Wechsel zum iPhone 18 Pro?
Wer von einem iPhone 17 Pro kommt, erhält mit der variablen Blende eine zusätzliche Möglichkeit beim Fotografieren und profitiert in LTT Labs’ Belastungstest von der höheren anhaltenden Leistung. Business Insider bewertete diese Änderungen für sich genommen dennoch nicht als überzeugenden Upgrade-Grund. Wer ein älteres iPhone nutzt oder manuelle Kamerasteuerung tatsächlich einsetzen möchte, hat eher einen konkreten Anlass für den Wechsel. Unsere frühere Gegenüberstellung von iPhone 18 Pro und iPhone 17 Pro ergänzt diese Entscheidung um den direkten Modellvergleich.
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