Mohammad Hafez Hokmi, Vizeminister für Innovation und Technologie im iranischen Ministerium für Informations- und Kommunikationstechnologie, soll Stromabschaltungen während einer künftigen Krise als mögliche Maßnahme gegen Starlink ins Spiel gebracht haben. Ein Bericht vom 1. Oktober 2026 gibt seine Aussage wieder; wann Hokmi sie machte, ist nicht angegeben. Hokmi zufolge sei noch keine entsprechende Politik ausgearbeitet worden. Die Idee ist damit kein beschlossener staatlicher Plan.

Hokmi begründete den Vorschlag damit, dass Starlink nicht vom iranischen Telekommunikationsnetz abhängig sei. Der Satelliteninternetdienst stellt damit eine andere Herausforderung für staatliche Netzkontrollen dar als eine Verbindung über die heimische Infrastruktur.

Frühere Einschränkungen des Internets im Iran

Hokmi beschrieb eine Abfolge zunehmender Beschränkungen: 2017 sei eine Plattform blockiert worden, 2019 das Internet während Protesten vollständig ausgefallen. Nach den Protesten von 2022 seien zwei weitere große Plattformen gefiltert worden. Während Protesten 2025 hätten die Behörden laut Hokmi das gesamte Netz abgeschaltet.

Ein Starlink-Terminal benötigt Strom. Eine Batterie, ein Generator oder eine andere Ersatzstromquelle kann den Betrieb während eines Ausfalls des Stromnetzes aufrechterhalten. Eine Netzabschaltung würde den üblichen Stromanschluss unterbrechen, aber nicht zwangsläufig ein Terminal stilllegen, das anderweitig mit Strom versorgt wird.