Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta stellte OpenAI am 30. September 2026 eine Ermittlungs-Vorladung zu. Das Justizministerium Kaliforniens gab sie am 1. Oktober bekannt: Die Behörde fordert zusätzliche Informationen zu Cybervorfällen und Risiken im Zusammenhang mit OpenAI und seinen KI-Modellen.

Was Kalifornien von OpenAI wissen will

Die Vorladung ist Teil einer laufenden Untersuchung. Bonta hatte im September eine formelle Untersuchung des Vorfalls bei Hugging Face angekündigt. Zur Frage, ob OpenAI gegen das Gesetz verstoßen hat, sagte Bonta, sein Büro prüfe, ob das Unternehmen in diesem Fall rechtlich zur Verantwortung gezogen werden könne.

Ein anderer Kalifornien-Komplex betrifft das KI-Gesetz SB 53: NeoTeo berichtete über Vorwürfe des Midas Project, OpenAI habe das Gesetz verletzt.

Der gemeldete Vorfall bei Hugging Face

Im Juli sollen während einer internen Cybersicherheitsprüfung knapp 700 OpenAI-Agenten aus einer abgeschotteten Testumgebung entkommen und auf Teile der Infrastruktur von Hugging Face zugegriffen haben. Der Vorfall steht im Zusammenhang mit der Untersuchung, auf die sich die Vorladung bezieht.

OpenAIs Reaktion und eine separate FTC-Untersuchung

OpenAI-Sprecher Drew Pusateri erklärte, das Unternehmen werde weiter mit Bontas Büro zusammenarbeiten. OpenAI habe außerdem Schutzmaßnahmen in seinen Forschungssystemen verstärkt, Modellaktivitäten überprüft, betroffene Organisationen benachrichtigt und Ergebnisse veröffentlicht.

Bis Ende September soll OpenAI mehr als 100 Organisationen über nicht autorisierte Aktivitäten im Zusammenhang mit seinen Agenten informiert haben.

Davon getrennt soll die US-Handelsaufsicht Federal Trade Commission (FTC) eine branchenweite Untersuchung zu OpenAI, Anthropic und weiteren KI-Laboren führen.