Das Angebot an Computern mit freier Software bzw. Open Source ist ziemlich dürftig. Dell verkauft Laptops mit Ubuntu, einige HP-Systeme kommen mit FreeDOS, um den Preis zu senken, aber viel mehr gibt es nicht. Zum Glück ist das KDE Slimbook eine Art Ausnahme von der Regel. Die KDE-Community hat sich mit dem spanischen Händler Slimbook zusammengetan, um ein Ultrabook auf Basis aktueller Intel-Chips zu entwickeln, dessen Konfiguration hervorragend zur KDE-Anwendungsplattform passt.

KDE Slimbook: Neues Ultrabook mit vorinstalliertem KDE
KDE Slimbook

Der Desktop ist nach wie vor die große offene Baustelle von Linux – als allgemeines Projekt. Die Technologie steckt fast überall: in Routern, Smartphones und Supercomputern, doch es gibt viele Gründe, warum sie die Desktop-Gleichung noch nicht gelöst hat. Natürlich gibt es Linux-Anhänger, die sich aus ihren Terminals darüber lustig machen, aber der Markt ist ein direkter Indikator der Realität (zumindest in diesem Fall). Wenn wir in einen Computerladen gehen und ein System mit einer Linux-Distribution vorinstalliert verlangen, werden wir höchstwahrscheinlich eine abschlägige Antwort bekommen. Wie so oft zeigen die meisten Hersteller kein großes Interesse daran, Systeme mit Linux zu verkaufen – aber „die meisten“ heißt nicht „alle“, und so stoßen wir auf das KDE Slimbook.

KDE Slimbook: Ein Ultrabook für die KDE-Gemeinschaft

Was wir hier haben, ist ein Laptop im Ultrabook-Format, vertrieben von der spanischen Firma Slimbook, der das Software-Repository KDE Neon (dessen Basis Ubuntu 16.04 LTS ist) mit der Plasma-Umgebung kombiniert. Laut offizieller Ankündigung ging der erste Kontakt von Slimbook aus, und nachdem sie von der Idee begeistert waren, begannen die Entwickler und Designer des KDE-Projekts daran zu arbeiten, dass die gesamte Software auf der Hardware des Ultrabooks reibungslos läuft. Die Spezifikationen umfassen zwei Varianten: eine mit Intel Core i5-6200U und eine mit Core i7-6500U. Der Arbeitsspeicher beträgt 4, 8 oder 16 GB, die Solid-State-Speicher reichen von 120 bis 500 GB, das Display ist 13,3 Zoll mit 1080p-Auflösung, es gibt WLAN ac, Bluetooth 4.0, zwei USB-3.0-Ports, einen Kartenleser, einen Ethernet-Adapter und einen Akku mit 6.800 mAh – alles in weniger als 1,4 Kilogramm.

KDE Slimbook: Neues Ultrabook mit vorinstalliertem KDE
Die Bilder sind nicht die besten, aber sie reichen aus, um einen Eindruck vom Aussehen des Computers zu bekommen.

Preise und Verfügbarkeit

Es versteht sich von selbst, dass die Nutzung von KDE nicht obligatorisch ist. Das Angebot beschränkt sich zunächst auf KDE Neon, aber in der KDE-Community hat man gesagt, dass man Distributionen, die Plasma anbieten, willkommen heißt. Anders als bei ähnlichen Projekten gibt es hier kein Crowdfunding: Die Computer sind ab sofort erhältlich für 729 Euro (Slimbook i5) und 849 Euro (Slimbook i7). Mit dem Kauf jedes Ultrabooks fließt ein Teil des Geldes in das KDE-Projekt.

Offizielle Ankündigung:

Offizielle Website: