Lenovo zeigte den AI Host P7 am 24. Oktober 2026 als Vorschau und kündigte ein Programm für frühen Zugang an. Das Unternehmen gab für das Gerät lokale Unterstützung für Modelle mit bis zu 125 Milliarden Parametern und ein Kontextfenster von 256K Token an. Lenovo beschreibt den P7 als handtellergroß und rund 300 Gramm schwer.
Welche Daten Lenovo für den P7 nennt
Die Angaben beziehen sich auf ein Gerät für lokale KI-Inferenz. Inferenz bedeutet, dass ein trainiertes Modell ausgeführt wird. Lenovo nannte außerdem die Modelle Qwen3.8-Flash-Next, Qwen3.8-27B und Qwen3.6-35B-A3B als lokal unterstützte Beispiele. Hinzu kommen Modellkategorien für Bildgestaltung, Dokumentenerkennung, Spracherkennung und Sprachsynthese.
Für die Rechenleistung setzt Lenovo nach eigener Darstellung den Inferenzchip Houmo M50 mit dem CIX P1 zusammen. TOPS steht für Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Die Werte beziehen sich auf unterschiedliche Bausteine:
| Baustein oder Angabe | TOPS | Umfang |
| Houmo M50 | 160 bei 10 W | Angabe für den Inferenzchip |
| CIX P1 NPU | 30 | Angabe für die spezialisierte KI-Einheit des P1 |
| CIX P1 | 45 | Gesamte heterogene Rechenleistung des P1 |
| Berichtete Summe für das System | 190 | Intelligent Living ordnet sie als 160 TOPS des M50 plus 30 TOPS der P1-NPU ein, nicht als Addition der vollen 45 TOPS des P1 |
Der CIX P1 ist laut Lenovo ein 6-nm-Chip mit einer 12-Kern-CPU auf Basis von Armv9.2. Für ihn nennt Lenovo außerdem Unterstützung für bis zu 64 GB LPDDR5 mit 6.400 Mbit/s. Diese Angabe beschreibt die Speicherunterstützung des P1.
Lenovo zufolge erreichte eine gemischte INT4/INT8-Quantisierung im Durchschnitt 98,3 Prozent des BF16-Modellwerts über vier Benchmarks. Quantisierung reduziert die Zahl der Bits, mit denen Modellwerte dargestellt werden. Die Prozentangabe bezieht sich auf Lenovos Benchmark-Aussage.
Was die gemeldeten 80 GB Arbeitsspeicher bedeuten
Intelligent Living und AI Chat Daily beschreiben die mit dem P7 verbundene 80-GB-Angabe als Speicher in zwei getrennten Bereichen: einem am M50 und einem am P1. Die Summe bezeichnet demnach keinen einzelnen, gemeinsamen Speicherpool. Intelligent Living nennt für den M50-Speicher eine Bandbreite von bis zu 153,6 GB/s und für den P1-Speicher rund 100 GB/s.
Die getrennten Bereiche sind wichtig, wenn man die Gesamtkapazität einordnet: 80 GB verteilt auf zwei Chips sind nicht gleichbedeutend mit einem einheitlichen Speicherbereich. Die Kapazität allein sagt daher nicht, wie ein konkretes Modell seine Arbeit über beide Bereiche verteilt.
Modelle, Software und Zugang
Lenovo beschrieb Tianxi AI als vorinstalliert. Der Automatikmodus soll je nach Komplexität einer Aufgabe zwischen lokalen und Cloud-Modellen wählen. Mit dem Token Manager lässt sich eine API beziehungsweise URL einrichten, über die lokale Modelle mit Programmierwerkzeugen oder Agentenanwendungen verbunden werden können.
Am 24. Oktober kündigte Lenovo ein Frühzugangsprogramm an, in dem erste Nutzer das Gerät erproben und Rückmeldungen geben sollten. Den regulären Verkauf stellte das Unternehmen für die Zeit nach Abschluss der Hardware- und Softwareentwicklung in Aussicht.