Eine andere Sprache zu lernen ist eine viel komplexere Herausforderung, als es scheint. Schnell stellen wir fest, dass automatische Werkzeuge sehr begrenzt sind und dass wir neue Quellen brauchen – neben Büchern, Serien oder Filmen. Lingotopia ist ein Videospiel, das vorschlägt, das Sprachenlernen zum Hauptziel zu machen, um voranzukommen. Unser Charakter verirrt sich in einer kleinen Stadt, in der er nichts versteht, und muss mit grundlegenden Objekten oder den Bewohnern interagieren, um sich bei jedem Versuch ein wenig zu verbessern.
Lernen durch Interaktion
In der Vergangenheit haben wir viele kostenlose Ressourcen zum Sprachenlernen geteilt. Wenn dir die Idee, einem Schritt-für-Schritt-Tutorial zu folgen, nicht zusagt, gibt es immer die Möglichkeit, andere Quellen zu erkunden – mit Werkzeugen wie Fleex oder Caterpillar. Allerdings steigt das Lernpotenzial mit der Interaktivität. Persönlich ist ein großer Teil meines Englischlernens den frühen Versionen von MS-DOS zu verdanken. Wenn das Betriebssystem Meldungen wie «bad command or filename» oder «Abort, Retry, Fail?» ausgab, lernten wir auf die eine oder andere Weise ihre Bedeutung. Stellen wir uns nun einen Moment vor, wir erweitern diese Mechanik auf eine kleine virtuelle Stadt, in der wir kein einziges Wort verstehen…
So funktioniert Lingotopia
Das bringt uns zu Lingotopia, einem Projekt des Programmierers Tristan Dahl. Laut offizieller Beschreibung gibt es zwei Wege, neue Wörter zu lernen: Klicken auf die verschiedenen Objekte der Stadt (Bäume, Bänke, Mülleimer usw.) und Versuch, mit den Bewohnern zu sprechen. Wenn der Spieler ein Wort lernt, wird es automatisch in sein Vokabular aufgenommen, und wenn es in einem Gespräch auftaucht, wird es in Lila hervorgehoben. Je größer unser persönliches Wörterbuch wird, desto weniger fremd erscheinen die Stadt und ihre Bewohner.
Lingotopia bietet Builds, die mit Windows, Linux und Mac OS kompatibel sind, und in allen drei Fällen handelt es sich um Prototypen. Die Grafiken basieren auf der Unity-Engine und sind nicht besonders schlecht, aber es braucht noch viel Arbeit an Steuerung und allgemeiner Oberfläche. Überflüssig zu erwähnen: Wer das «Tutorial» für Spanisch verbessern möchte, kann den Autor kontaktieren.
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