Die Dokumentation des Linux-Kernels verlangt weiterhin die Kennzeichnung Assisted-by, wenn KI-Werkzeuge zu einem Beitrag beitragen. Phoronix berichtete am 13. Oktober 2026, Sasha Levin habe einen Patch zur Entfernung der entsprechenden Dokumentation eingestellt. Die Meldung beschrieb damit einen Vorschlag, keine abgeschlossene Änderung.
Was die Kennzeichnung festhält
Die Dokumentation nennt das Format Assisted-by: LLM [TOOL1] [TOOL2]. Damit wird KI-Unterstützung im Beitrag vermerkt. Spezialisierte Analysewerkzeuge wie coccinelle, sparse, smatch und clang-tidy können ebenfalls aufgeführt werden. Grundlegende Werkzeuge wie git, gcc, make und Editoren sollen dagegen nicht in der Kennzeichnung stehen.
Vorschlag und Dokumentation gehen auseinander
Laut SoftZone erzielte der Linux Maintainers Summit am 8. Oktober 2026 in Prag Einigkeit darüber, das Assisted-by-Tag auslaufen zu lassen. Phoronix berichtete fünf Tage später über den Patch von Sasha Levin, der die Dokumentation mit der Vorgabe entfernen sollte. SoftZone bezeichnete die Pflicht am 19. Oktober als abgeschafft; in der Kernel-Dokumentation steht sie weiterhin.
NeoTeo berichtete zuvor über einen experimentellen Linux-Patch, bei dem Linus Torvalds Claude Code einsetzte. Zum früheren Bericht.
Signed-off-by bleibt Sache eines Menschen
Die Signed-off-by-Kennzeichnung erfüllt eine andere Aufgabe als Assisted-by: Sie bestätigt die Erklärung zur Herkunft des Beitrags, das Developer Certificate of Origin (DCO). Laut Kernel-Dokumentation dürfen KI-Agenten Signed-off-by nicht hinzufügen. Der menschliche Einreicher muss den KI-generierten Code prüfen, die Lizenzkonformität sicherstellen und die Verantwortung für den Beitrag übernehmen.