Phoronix berichtete am 13. Oktober 2026 von einem Patch, der am 9. Oktober auf der Linux-Kernel-Mailingliste eingereicht worden sei und die Dokumentation zur Assisted-by:-Pflicht streichen solle. Dem Bericht zufolge hatten sich wichtige Maintainer beim Linux Maintainers Summit in Prag in der Woche vor dem 13. Oktober auf die Abschaffung der Pflicht verständigt. Phoronix stellte die Änderung als voraussichtlich bevorstehenden Schritt dar.

Was die Assisted-by-Kennzeichnung erfasst

Stand 14. Oktober 2026 verlangt die offizielle Linux-Kernel-Dokumentation bei Beiträgen mit KI-Unterstützung ein Assisted-by:-Tag. Das vorgesehene Format lautet Assisted-by: LLM [TOOL1] [TOOL2]. Optionale Einträge können spezialisierte Analysewerkzeuge wie coccinelle, sparse, smatch oder clang-tidy nennen; grundlegende Werkzeuge wie git, gcc, make` und Editoren sind von der Kennzeichnung ausgenommen.

Der von Phoronix beschriebene Vorschlag richtet sich auf die Dokumentationspflicht für diese Offenlegung. Er ist kein Verbot KI-gestützter Kernel-Beiträge.

Welche Verantwortung bei Menschen liegt

Die Kernel-Leitlinie weist dem menschlichen Einreichenden die Prüfung KI-generierten Codes und die Einhaltung der Lizenzvorgaben zu. Sie verlangt außerdem Kompatibilität mit GPL-2.0-only. Den DCO (Developer Certificate of Origin) bestätigt ein Mensch mit Signed-off-by:; KI-Agenten dürfen diesen Vermerk nicht hinzufügen.