CoinDesk meldete am 13. Oktober, MNX sei mit Futures auf die Bewertungen von OpenAI, Anthropic, DeepSeek und Moonshot gestartet. Die Kontrakte beziehen sich auf mögliche Unternehmensbewertungen, nicht auf Aktienanteile. „Pre-IPO“ beschreibt hier den Bezug zu privaten Unternehmen; ein Futures-Kontrakt ist kein Aktienkauf.
Was die MNX-Futures abbilden
Die Kontrakte sollen laut CoinDesk bis Ende 2027 laufen. Für die berichteten Futures fallen demnach keine wiederkehrenden Funding-Gebühren an, und der Hebel kann bis zum Dreifachen der verfügbaren Mittel reichen. Das ist keine Aussage über sämtliche Handels- oder Ausführungskosten. Ein Hebel vergrößert mögliche Gewinne wie Verluste; MNX’ Bedingungen sehen außerdem die automatische Liquidierung einer Position vor, wenn die erforderliche Sicherheitsleistung nicht ausreicht.
CoinDesk zufolge bestimmen Handelsaktivitäten auf MNX die Kontraktpreise. Bleibt ein Unternehmen bis zum Laufzeitende privat, können öffentlich bekannte Bewertungen aus Finanzierungsrunden, von Investmentfonds oder aus dem Sekundärmarkt für die Abrechnung herangezogen werden. Als letzte Möglichkeit kann MNX selbst einen Abrechnungswert festlegen; CoinDesk zufolge ist dafür ein veröffentlichtes Prüfverfahren vorgesehen. Dieser Wert kann vom Preis abweichen, den jemand bei einem tatsächlichen Handel mit privaten Aktien zahlen würde. Die Futures sind damit auch nicht mit der Frage gleichzusetzen, ob ein Unternehmen an die Börse geht. NeoTeo hat den möglichen Börsengang von Anthropic separat eingeordnet. CoinDesk berichtete über den Start und die genannten Vertragsbedingungen.
Wallet, Orders und Abwicklung
Die am 12. Oktober 2026 aktualisierten Nutzungsbedingungen von MNX beschreiben eine Plattform, auf der Nutzer eine kompatible, nicht verwahrende Wallet verbinden. MNX Markets, Inc. erklärt, keine Kundengelder zu verwahren. Positionen werden laut Bedingungen derzeit in USDM besichert und abgerechnet.
Orders werden zunächst von einem außerhalb der Blockchain betriebenen Dienst in regelmäßigen Sammelauktionen zusammengeführt. Die Orders einer Auktion erhalten dabei einen einheitlichen Abrechnungspreis. Anschließend übermittelt der Dienst die zusammengeführten Orders an Smart Contracts auf dem MegaEth-Mainnet, die sie validieren und auf der Blockchain abwickeln.
Die Bedingungen warnen vor dünnen oder schwankungsanfälligen Märkten, Slippage und nicht ausgeführten Orders. Auch verzögerte oder manipulierbare Preisreferenzen sowie Schwachstellen in Smart Contracts können Risiken darstellen. Werden die Anforderungen an die Sicherheitsleistung nicht erfüllt, kann MNX Positionen ohne Vorankündigung automatisch liquidieren; dabei kann das gesamte dafür eingesetzte Sicherheitenkapital verloren gehen. Bestätigte Transaktionen auf MegaEth lassen sich nicht rückgängig machen. Für die auf dem Protokoll eingesetzten digitalen Vermögenswerte gelten laut Bedingungen zudem keine staatlichen Einlagen- oder Anlegerentschädigungssysteme.
Was die Bedingungen für Nutzer in Deutschland sagen
Deutschland steht nicht auf der Liste der in den Bedingungen genannten gesperrten Jurisdiktionen. MNX garantiert damit keinen Zugang für Nutzer in Deutschland; die Bedingungen übertragen ihnen die Verantwortung, die Einhaltung des jeweils geltenden lokalen Rechts zu prüfen.