Meta kündigte am 7. Oktober 2026 zusätzliche KI-Maßnahmen an, darunter ein System auf Basis eines großen Sprachmodells (LLM), das mutmaßliche Weiterleitungen durch Anzeigen erkennen soll. Im Blick stehen Anzeigen, die harmlos wirken, Nutzer aber möglicherweise zu illegalen oder anderen schädlichen Inhalten außerhalb von Facebook oder Instagram führen.
Meta prüft auch, wohin eine Anzeige führt
Meta nennt solche mutmaßlichen Weiterleitungen Signposting. Das Unternehmen sagt, seine Anzeigenprüfung berücksichtige nun auch das Ziel einer Anzeige und nicht nur deren sichtbaren Inhalt. Bei einem Verstoß könne Meta nach eigener Darstellung das Ziel blockieren und gegen die verantwortlichen Konten vorgehen.
Weitere angekündigte KI-Maßnahmen
Zusätzliche KI-gestützte Prüfungen sollen Inhalte in Anzeigen finden, die frühere Systeme übersehen haben. Ein KI-Agent soll Metas Schutzmaßnahmen gezielt auf Schwachstellen untersuchen und neue Angriffsmethoden aufspüren, bevor sie sich verbreiten. Außerdem will Meta besser erkennen, wenn Personen nach einer Kontosperrung neue Konten erstellen.
Meta erklärte, bereits seit 2011 PhotoDNA und weitere Verfahren zum Abgleich von Bildern und Videos einzusetzen. Sie sollen identische oder nahezu identische Kopien bekannter Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs erkennen.
Metas Zahlen für Januar bis Juni 2026
Für Facebook und Instagram meldete Meta weltweit 33,2 Millionen Inhalte, gegen die das Unternehmen wegen sexueller Ausbeutung von Kindern vorging. Mehr als 97 Prozent dieser Inhalte seien erkannt und bearbeitet worden, bevor Nutzer sie meldeten.
Für Indien meldete Meta im selben Zeitraum 5,3 Millionen entsprechende Inhalte auf Facebook und Instagram. Dort seien mehr als 98 Prozent vor einer Nutzermeldung erkannt und bearbeitet worden. Diese Prozentwerte beziehen sich auf die von Meta bearbeiteten Inhalte.