Sean Hollister, Redakteur bei The Verge, verband eine Waveshare ESP32-S3-Touch-AMOLED-1.75C mit Meta Muse und passte die Software mit Claude Code an. Sein DIY-Anhänger bekam unter anderem ein virtuelles Haustier, gesprochene Antworten und Fernsteuerung für die Smartphone-Kamera. Das sind Funktionen seines selbst gebauten Geräts.
So wurde aus dem Board ein Muse-Anhänger
In seinem am 31. Oktober 2026 veröffentlichten Bericht beschreibt Hollister, wie er die Entwicklungsplatine mit Muse verband. Die Grundversion nahm Sprache für die Transkription auf, sprach Antworten aber nicht hörbar aus. Auf dem Display erschienen zunächst nur kurze Textabschnitte; außerdem gab es einen einzelnen Jolly-Avatar.
Mit Claude Code ergänzte Hollister einen Gesprächsverlauf, eine britische Stimme von ElevenLabs und mehrere Avatare. Auch ein Zifferblatt im Taschenuhrstil und ein Videoplayer gehörten zu seinen Anpassungen. Für die Kamerasteuerung nutzte der Anhänger die Kamera des Smartphones: Hollister fügte einen Fernauslöser und eine Vorschau hinzu, darunter eine geringer aufgelöste Bluetooth-Vorschau.
Das Haustierspiel gab dem Projekt seine Tamagotchi-Anmutung. Hollister berichtet von vier Pflegeaktionen: Füttern, Spielen, Schlafen und Baden. Hunger, Langeweile und Schmutz hatten jeweils vier Stufen. Leckerlis machten das Tier schmutziger, zu viel Spielen müde.
Was in der Waveshare-Platine steckt
Waveshare gibt für die ESP32-S3-Touch-AMOLED-1.75C ein rundes 1,75-Zoll-AMOLED-Touchdisplay und einen ESP32-S3R8-Prozessor an. Die Platine bringt außerdem WLAN, Bluetooth, Mikrofone und einen Lautsprecher mit. Waveshares technische Angaben zur Platine führen diese Spezifikationen auf:
| Bauteil | Spezifikation |
| Display | 1,75 Zoll, AMOLED, 466 × 466 Pixel, Touchfunktion |
| Prozessor | ESP32-S3R8, Xtensa 32-Bit LX7, zwei Kerne, bis zu 240 MHz |
| Speicher | 512 KB SRAM, 384 KB ROM, 8 MB PSRAM, 32 MB Flash |
| Funk | 2,4-GHz-WLAN (802.11 b/g/n), Bluetooth 5 LE |
| Audio und Sensorik | Zwei Mikrofone mit Echounterdrückung, Lautsprecher, 6-Achsen-Sensor mit Beschleunigungsmesser und Gyroskop |
| Anschlüsse und Entwicklungsumgebungen | USB-C; ESP-IDF und Arduino |
Die Platine hat laut Hollisters Bericht weder eine eigene Kamera noch 5G. Die Kameraansicht in seinem Projekt kam vom verbundenen Smartphone. Das ist wichtig für die Einordnung: Die Fernsteuerung und das Haustierspiel entstanden durch seine Softwareanpassungen, nicht durch zusätzliche Kamerahardware auf dem Board.
Meta unterstützt den DIY-Weg, nicht die Platinen-Garantie
Meta bietet für selbst gebaute Muse-Gadgets SDKs für ESP32 sowie für Raspberry Pi und Linux an. Damit können Bastler Muse etwa mit Displays, Tasten, Sensoren oder Aktoren verbinden. Meta veröffentlicht SDKs und Firmware unter der Apache-2.0-Lizenz und stellt sie ohne Gewährleistung bereit. Die auf der Website vorgestellte Hardware stammt von anderen Unternehmen; Meta erklärt, diese Geräte weder zu empfehlen noch zu garantieren. Meta beschreibt den DIY-Ansatz und seine Grenzen auf der Muse-Gadgets-Seite.
Der SDK-Weg betrifft selbst gebaute Geräte wie Hollisters Waveshare-Projekt. Seine Änderungen beschreiben dieses konkrete DIY-Gerät, nicht die Ausstattung des Meta Muse Charm.