Microsofts optionale Vorschauaktualisierung KB5127936 vom 28. Oktober 2026 bringt Cloud Rebuild für Windows 11 25H2 und 26H2 in einen gestaffelten Rollout. Die Funktion kommt also nicht gleichzeitig auf alle geeigneten Geräte. Microsofts Updatehinweise zu KB5127936 nennen außerdem neue Details zur WLAN-Verbindung in der Wiederherstellungsumgebung und zur Fernverwaltung durch IT-Teams.

Die grundlegende Neuinstallation von Windows 11 aus der Cloud haben wir bereits erläutert. Cloud Rebuild lädt ein Windows-Abbild und Gerätetreiber über Windows Update. KB5127936 beschreibt nun genauer, wie gespeicherte WLAN-Profile und die Verwaltung über den Recovery CSP dabei ins Spiel kommen.

Vor dem Start lokale Dateien sichern: Cloud Rebuild entfernt sie zusammen mit Konten, Apps und Einstellungen.

WinRE kann geeignete WLAN-Profile wiederverwenden

Die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) kann geeignete WLAN-Profile nutzen, die bereits in Windows gespeichert sind. Microsoft nennt auch unterstützte Netzwerke mit zertifikatsbasierter Anmeldung. Die Funktion ist standardmäßig eingeschaltet; IT-Administratoren können sie deaktivieren. Für Cloud Rebuild braucht der PC weiterhin eine Internetverbindung über Ethernet oder WLAN.

Wenn Windows nicht startet, führt der Wiederherstellungsweg über WinRE. Diese Umgebung muss erreichbar sein. Ein gespeichertes Profil kann die Verbindung erleichtern, ersetzt aber weder WinRE noch den erforderlichen Internetzugang. Microsoft beschreibt Cloud Rebuild außerdem über den Einstieg in den Windows-Einstellungen unter System und Wiederherstellung. Details zu Voraussetzungen und Datenlöschung stehen in der Microsoft-Supportanleitung zu Cloud Rebuild.

IT kann die Neuinstallation über Recovery CSP starten

Microsoft zufolge können IT-Administratoren Cloud Rebuild über den Recovery CSP (Configuration Service Provider) aus der Ferne konfigurieren und starten. Für die Neuinstallation lässt sich entweder der installierte Windows-Build oder ein bestimmter Ziel-Build vorgeben. Damit ist die Fernverwaltung ein Teil der von Microsoft beschriebenen Funktion, nicht bloß eine Startoption am einzelnen PC.

Was beim Bereinigen der Laufwerke gelöscht wird

Cloud Rebuild entfernt lokale Dateien, Konten, Apps und Einstellungen. Dateien, die bei OneDrive oder einem anderen Cloud-Dienst gespeichert sind, bleiben laut Microsoft davon unberührt.

Bei der Datenentfernung können Nutzer zwischen „Dateien entfernen“ und „Entfernen und bereinigen“ wählen. Die Bereinigung dauert länger und kann sich auf das Windows-Laufwerk oder auf alle Laufwerke erstrecken. Wird nur das Windows-Laufwerk ausgewählt, bleiben Dateien auf den anderen Laufwerken erhalten. Microsoft weist zugleich darauf hin, dass die Wirksamkeit der Bereinigung von der Speicherhardware abhängt und Windows nicht selbst überprüfen kann, was das Laufwerk ausgeführt hat. Für unternehmensinterne oder gesetzliche Vorgaben zur Datenlöschung empfiehlt Microsoft, beim PC-Hersteller nachzufragen.