Microsoft kündigte am 16. September 2026 an, sein Programm für naturnahe Gestaltung und Renaturierung auf mehr als 20 Rechenzentrumsstandorte in den USA und Deutschland auszuweiten. Das Unternehmen will den Ansatz bei allen neuen Rechenzentrumsprojekten in den USA und bei immer mehr Projekten in anderen Ländern berücksichtigen.
Was standortbezogene Renaturierung umfasst
Microsoft beschreibt die Maßnahmen als standortspezifisch: Gemeinschaften vor Ort, ökologische Forschung und lokales Wissen sollen dabei helfen, die Pläne an die jeweiligen Bedingungen anzupassen. Dazu zählen heimische Pflanzen, Feuchtgebiete, wiederhergestellte Bäche, Lebensräume für Tiere und Maßnahmen zur Regenwasserbewirtschaftung.
Für die Erfassung ökologischer Funktionen beschreibt Microsoft außerdem das Werkzeug Ecosystem Intelligence, das auf Azure läuft. Es soll unter anderem Wasserqualität, Biodiversität und Lärmminderung quantifizieren.
Beispiele aus den USA und den Niederlanden
Microsoft zufolge wurden am Pilotstandort Middenmeer in den Niederlanden 150 heimische Bäume gepflanzt. Hinzu kamen 2.300 m² Sträucher, Gräser und Bodendecker.
Für ein Projekt im Mecklenburg County im US-Bundesstaat Virginia berichtet Microsoft von mehr als 93 Hektar Land, die vor Bebauung geschützt wurden, rund 3,2 Hektar neuen Feuchtgebieten und mehr als 4,8 Kilometern Spazierwegen. Außerdem nennt das Unternehmen 75 Hektar wiederhergestellten Lebensraum für Bestäuber, mehr als 25.000 gepflanzte Bäume und rund 18 Hektar bewaldete Pufferflächen.
San Antonio: Renaturierung neben einem Rechenzentrumsplan
Ein 2022 berichteter Plan für ein Microsoft-Rechenzentrum in San Antonio sah vor, auf einem rund 13,4 Hektar großen Gelände 2.642 Bäume zu entfernen. Microsoft erklärte, in der Stadt in die Renaturierung von mehr als 162 Hektar Wald und Prärie für Bestäuber zu investieren.