Microsofts gemeldeter Rückzug aus der Vereinbarung mit Nscale betrifft das geplante Rechenzentrum in Loughton, Essex. CNBC brachte die Entscheidung am 21. Oktober 2026 in der Überschrift eines Interviews mit Darren Hardman, dem Chef von Microsoft für Großbritannien und Irland, mit fehlenden Netzanschlüssen in Verbindung. The Telegraph hatte berichtet, dass Netzverantwortliche erst in den 2030er-Jahren mit Strom für den Standort rechneten.

Warum der Netzanschluss zum Thema wurde

Der englischsprachige Reuters-Bericht fasst den gemeldeten Rückzug und die erwartete Stromversorgung zusammen.

Ein Rechenzentrum mit Tausenden GPUs braucht eine entsprechend leistungsfähige Stromversorgung. Für Loughton plante Nscale eine Anlage mit 50 Megawatt, die auf 90 Megawatt ausgebaut werden sollte. Die von The Telegraph wiedergegebene Erwartung zur Stromversorgung machte den Netzanschluss damit zu einem zentralen Faktor für den Zeitplan des Standorts.

Der gemeldete Rückzug betrifft Loughton

Der Bericht über Microsofts Rückzug bezog sich auf die Vereinbarung für das geplante Rechenzentrum in Loughton. Nscale erklärte laut The Telegraph, an dem Projekt festzuhalten und alternative Stromquellen zu prüfen. Das Unternehmen sagte außerdem, seine Beziehung zu Microsoft bleibe langfristig und andere Verträge seien von dem Netzproblem nicht betroffen.

Nscales angekündigter Ausbauplan

Am 15. Oktober 2025 kündigte Nscale eine Vereinbarung mit Microsoft über rund 200.000 NVIDIA-GB300-GPUs an, verteilt auf geplante Standorte in vier Ländern. Die angekündigten Mengen zeigen den Umfang des Programms, nicht abgeschlossene Lieferungen.

StandortLandAngekündigte NVIDIA-GB300-GPUs
TexasUSArund 104.000
SinesPortugalrund 12.600
NarvikNorwegenrund 52.000
LoughtonVereinigtes Königreichrund 23.000

Zu Nscales Unternehmenskontext gehört auch die Pre-IPO-Finanzierung, über die NeoTeo bereits berichtet hat. Für Loughton sah Nscales Ankündigung Lieferungen ab dem ersten Quartal 2027 vor.