MoArk arbeitet nach Aussage von OSChina-Chef Xu Yong daran, KI-Modelle für verschiedene chinesische Chiptypen anzupassen. Gemeinsam mit ModelScope steht die Plattform für den Ausbau chinesischer Dienste rund um offene KI-Modelle.

ModelScope und MoArk im Überblick

Beide Plattformen bieten Zugang zu KI-Modellen und Funktionen, mit denen Entwickler Modelle testen oder anpassen können. Alibaba startete ModelScope 2022; MoArk ging 2023 an den Start.

Welche Dienste die Plattformen anbieten

ModelScope ermöglicht das Testen und Anpassen von Modellen. MoArk beschreibt darüber hinaus Inferenz, Fine-Tuning, Datensätze und die Entwicklung von KI-Anwendungen. Inferenz ist der Einsatz eines trainierten Modells, um Ergebnisse zu erzeugen; beim Fine-Tuning wird es gezielt weiter angepasst.

Bei beiden Plattformen ist ein Teil der Nutzung kostenlos. Zusätzliche Rechenleistung und erweiterte Funktionen kosten Geld.

Lokaler Zugang und globale Auswahl

Für Entwickler können in China angesiedelte Plattformen den Vorteil schnellerer Downloads bieten. Chen Yunfei, ein unabhängiger KI-Entwickler, sieht bei Hugging Face und GitHub eine größere Auswahl und bezeichnet sie als seine bevorzugten Anlaufstellen für Open-Source-Modelle. Schnellerer Zugang und eine breite Modellauswahl sprechen damit unterschiedliche Bedürfnisse an.

MoArks Arbeit an chinesischen Chips

Xu Yong zufolge hat MoArk ein Team, das Modelle für verschiedene Arten chinesischer Chips anpasst. Ziel ist es, verbreitete offene Modelle auf chinesischen Chips lauffähig zu machen.

Was die gemeldeten Modellzahlen aussagen

ModelScope gab im März 2026 an, 170.000 Modelle und 250 Millionen Nutzer zu haben. Xu Yong bezifferte MoArk auf mehr als 20.000 häufig genutzte Modelle. Diese Angaben zählen nicht dasselbe: MoArks Zahl bezieht sich ausdrücklich auf häufig genutzte Modelle, ModelScope nannte eine Modellzahl ohne diese Einschränkung.