Movistar erklärte, Kundinnen und Kunden müssten wegen der Broadcom-Schwachstelle weder ihren Router austauschen noch Einstellungen ändern. Der Anbieter setze vorbeugende Schutzmaßnahmen automatisch um. Die aktuelle Kundenansage ergänzt NeoTeos frühere Berichterstattung zu Movistars Reaktion auf die Routerlücke.
Was Movistar Kunden rät
Movistar teilte außerdem mit, dem Unternehmen seien keine unbefugten Zugriffe oder Störungen an Kundengeräten bekannt. Diese Aussage beschreibt den Kenntnisstand des Anbieters.
Was die Broadcom-Schwachstelle ermöglicht
Der Sicherheitsforscher Quentin Kaiser beschreibt einen Fehler in Broadcoms proprietärer WPS-Implementierung. WPS, kurz für Wi-Fi Protected Setup, ist ein Verfahren zur vereinfachten WLAN-Einrichtung. Laut Kaiser kann ein Angreifer den Fehler über WLAN auslösen, ohne den Netzwerkschlüssel zu kennen oder eine reguläre WPS-Anmeldung abzuschließen.
Eine erfolgreiche Ausnutzung kann Informationen offenlegen und beliebige Codeausführung mit Routerrechten ermöglichen. Bei einer Demonstration an einem Gerät von Orange Belgium rief Kaiser einen gespeicherten WLAN-Schlüssel ab.
Kaiser zufolge ist die betroffene Implementierung seit mindestens 2010 im Broadcom-SDK enthalten. Einen 2018 erschienenen Patch beschreibt er als unvollständig. Eine spätere SDK-Version ersetzte die betroffenen Komponenten durch hostapd.
Diese Routermodelle werden für Spanien genannt
Xataka Móvil nannte am 28. Oktober 2026 diese Routermodelle im Zusammenhang mit der Schwachstelle bei Movistar in Spanien:
- Comtrend VG8050
- ZTE F680 v4
- MitraStar GPT-2541GNAC
- Askey RTF3505VW
Die Übersicht führt außerdem MitraStar GPT-2541GNAC und Askey RTF3505VW bei O2, Sagemcom Fast 5656 bei Orange und Simyo, ZTE F680 v4 und Sagemcom Fast 5656 bei Jazztel sowie ZTE F680 v4 bei MásMóvil und Yoigo auf. Die Zuordnungen beziehen sich auf Spanien.
Was die WPS-Aussage für Kunden bedeutet
Kaisers technische Beschreibung betrifft die Angriffsmethode: Eine abgeschlossene WPS-Anmeldung ist dafür nicht nötig. Movistars Kundenanweisung lautet, die Routereinstellungen nicht zu ändern und das Gerät nicht auszutauschen, weil der Anbieter seine Schutzmaßnahmen automatisch umsetze.