Wenn man die erweiterten Einstellungen von Mozilla Firefox durchsucht, findet man drei Optionen für das Senden von Daten: den Gesundheitsbericht, zusätzliche Telemetrie und Absturzberichte. Im Allgemeinen sind diese Parameter opt-in, das heißt, der Nutzer muss sie freiwillig aktivieren. Doch ein Mozilla-Ingenieur hat angedeutet, dass das Unternehmen erwägt, ein Modell der «differentielle Privatsphäre» einzuführen, unterstützt durch das Projekt RAPPOR von Google, um mehr Informationen zu sammeln – beginnend mit einer Studie, die opt-out sein wird. Das Feedback der Nutzer war bisher nicht gerade positiv…
Wir sind uns alle einig, dass der Browser Firefox noch einige Details zu korrigieren hat. Seine Leistung lässt auf manchen Seiten zu wünschen übrig, und seine Speicherlecks neigen dazu, sich zu Wasserfällen zu entwickeln. Andererseits war die Einführung der Multiprozess-Unterstützung ein großer Schritt in die richtige Richtung, und sie wurde bereits in der letzten Version 55 optimiert. Wenn wir einen Punkt nennen müssen, an dem Firefox über seinen Konkurrenten steht, dann ist es das Thema Privatsphäre. Alle seine Telemetriefunktionen sind opt-in, sie sind in den Einstellungen gut gekennzeichnet, und about:config erlaubt uns, bei Bedarf zusätzliche Anpassungen vorzunehmen. Doch…
Mozilla will mehr Daten sammeln
… im Forum «Mozilla Governance» in Google Groups erklärte der Ingenieur Georg Fritzsche, dass sie eine neue Studie starten werden, die eine erweiterte Datensammlung evaluieren wird, ohne die Privatsphäre des Nutzers zu gefährden. Das Problem ist, dass die Entwickler «sensible Informationen» benötigen, um den Browser zu optimieren, angefangen bei den wichtigsten Portalen, die besucht werden, und wie bestimmte Funktionen dort funktionieren.
Die Lösung, die Mozilla im Sinn hat, ist die sogenannte «differentielle Privatsphäre» (unvoreingenommene Details aus einer großen Datenmenge zu erhalten, mit dem mathematischen Beweis, dass niemand etwas über eine Person lernen kann), eine Technologie, die Google und Apple bereits nutzen. Die beliebteste Implementierung der differentiellen Privatsphäre ist das Open-Source-Projekt RAPPOR, das von Mountain View erstellt wurde, und Mozilla möchte herausfinden, wie gut seine abgeleitete Implementierung funktioniert.
Die Studie wird opt-out sein, und wenn alles richtig voranschreitet, wird ihre Veröffentlichung Mitte September stattfinden. Am Ende des Beitrags gab der Ingenieur an, dass sie daran interessiert sind, Feedback zu erhalten. Wenn wir die gelegentlichen direkten Angriffe beiseitelassen, sind einige der Fragen, die die Nutzer gestellt haben, logisch. Wie wird der Opt-out-Prozess aussehen? Warum muss Mozilla einen Teil des Browserverlaufs kennen (so anonymisiert er auch sein mag), um die Leistung zu optimieren, wenn es eine große Menge öffentlicher Daten gibt, die beliebte Websites identifizieren? Niemand in seinem gesunden Menschenverstand möchte eine Hexenjagd starten, aber wir durchleben eine sehr heikle Zeit, was «Privatsphäre» und «Sammlung» betrifft, daher sollte Mozilla mehr Informationen teilen.
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