Netskope meldete eine Tech-Support-Betrugsmasche, bei der Anzeigen über Google Ads gefälschte Sicherheitswarnungen ausspielten. Sie ließen Browser auf Windows- und Mac-Geräten wie blockiert erscheinen und sollten Nutzer dazu bringen, eine angezeigte Supportnummer anzurufen.

Gefälschte Warnungen erschienen auf seriösen Websites

Die Anzeigen tauchten auf legitimen Websites auf, darunter Karten-, Wetter-, Immobilien-, Dokumenten- und Sportseiten. Netskope beobachtete vom 31. August bis zum 14. September Klicks auf die Anzeigen bei Nutzern in 619 Kundenorganisationen.

Der Browser wirkte blockiert – der Rechner nicht

Die Warnung füllte den Bildschirm, verbarg den Mauszeiger, fing übliche Tasten zum Beenden ab und ließ den Browser langsamer reagieren. So sollte der Eindruck entstehen, der Computer sei beschädigt oder gesperrt. Tatsächlich war nur der Browser betroffen: Der Rechner selbst wurde nicht gesperrt.

Die angezeigte Nummer führte zu einem falschen Supportdienst. Die Warnung sollte Nutzer dazu bewegen, dort anzurufen.

Was Netskope beobachtete

Netskope verfolgte mehr als 250 Google-Ads-Kampagnen-IDs auf mindestens 284 legitimen Publisher-Websites. Die Zahlen beschreiben die Beobachtungen des Unternehmens, nicht die Gesamtzahl aller betroffenen Menschen.

Rund 62 Prozent der erfassten Kundenorganisationen saßen in den USA. Japan und Australien folgten auf Platz zwei und drei.

Schutz in der überwachten Kundengruppe

Netskope zufolge blockierten die Schutzmechanismen des Unternehmens die Inhalte für Nutzer in der überwachten Kundengruppe. Dort sei niemand betrogen worden.