Nokia und ICEYE kündigen am 1. Oktober 2026 eine Partnerschaft an, um sichere Breitbandkommunikation über Satelliten im niedrigen Erdorbit (LEO) für Regierungen zu entwickeln. Die ersten Kommunikationssatelliten sollen 2028 starten. Nach dem vorgesehenen Modell sollen die teilnehmenden Staaten die Satelliten, das Bodensegment und die robust ausgelegten Endgeräte selbst besitzen und kontrollieren.

So soll die nationale Kontrolle funktionieren

Das geplante Netz verbindet Satelliten mit Bodeninfrastruktur und Endgeräten. Die nationale Kontrolle soll sich nach dem angekündigten Modell auf alle drei Teile erstrecken: den Weltraum- und den Bodensektor ebenso wie die Geräte, mit denen Nutzer auf den Dienst zugreifen.

Die Partner beschreiben das Vorhaben als sichere, souveräne Breitbandkommunikation für staatliche Nutzer. Vorgesehen sind gezielte Verbindungen mit hohen Datenraten und geringer Latenz in priorisierten Einsatzgebieten.

Die Rollen von Nokia und ICEYE

Nokia bringt sichere Netzwerktechnik ein. ICEYE steuert seine Expertise bei Satelliten und Bodensystemen bei. Gemeinsam wollen die Unternehmen daraus ein Kommunikationssystem entwickeln, das Satelliten, Bodeninfrastruktur und robuste Endgeräte umfasst.

Geplante Einsätze und Ergänzung bestehender Netze

Die vorgesehenen Einsatzbereiche reichen von Verteidigung und Grenzsicherung bis zu Notfalldiensten und Katastrophenschutz. Nokia zufolge soll das geplante Satellitensystem bestehende militärische und kommerzielle Netze ergänzen.