Kelly Strange berichtete am 16. Oktober 2026 im Eastern Daily Press, die für Norfolk zuständige Coronerin Johanna Thompson halte es für möglich, dass online gesehene Inhalte eine bedeutende Rolle bei Adriana Retytes Entscheidung gespielt hätten. Die Ermittler konnten Retytes genaue Motivation nicht feststellen.

Was die Auswertung der Geräte ergab

Nach der von Kelly Strange geschilderten Aussage der Polizei hatte Retyte in der Woche vor ihrem Tod auf suizidbezogene Inhalte zugegriffen, besonders am 5. Mai. Einige Inhalte seien über TikToks Empfehlungsalgorithmus aufgetaucht. Die Auswertung betraf Retytes Geräte und ist von den Warnmeldungen auf dem Schul-iPad zu unterscheiden.

Wie die Schule auf Warnmeldungen reagierte

Am 31. Dezember 2025 lösten zwei Suchanfragen auf einem von der Schule ausgegebenen iPad Warnmeldungen aus. Drei Mitarbeitende erhielten eine E-Mail dazu. Abigail Bussey, die zuständige Schutzbeauftragte der Langley School, sprach am 6. Januar unter vier Augen mit Retyte. Sie bestritt, die Suchanfragen gestellt zu haben. Anschließend kontaktierte die Schule ihre Mutter Greta Saggers. Sie sagte den Mitarbeitenden, Adriana sei zu Hause glücklich, und dankte ihnen für ihre Aufmerksamkeit.

Die Coronerin kündigte einen Präventionsbericht an

Thompson bewertete den möglichen Einfluss der Online-Inhalte vorsichtig: Sie könnten eine bedeutende Rolle bei Retytes Entscheidung gespielt haben. Zugleich konnten die Ermittler ihre genaue Motivation nicht feststellen. Die Coronerin kündigte laut dem Bericht an, einen Bericht zur Verhütung künftiger Todesfälle an das britische Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Technologie (Department for Science, Innovation and Technology, DSIT) zu richten. Darin sollte es um den Zugang von Kindern zu schädlichen Online-Inhalten gehen.