Nvidia soll Cloud- und Rechenzentrumspartner angewiesen haben, mindestens 51 Prozent ihrer Dienste nicht-chinesischen Unternehmen zuzuteilen. Eine Recherche der Financial Times, die Expansión am 3. November 2026 in spanischer Übersetzung veröffentlichte, stützt sich auf fünf Personen, die mit der Angelegenheit vertraut seien.

Was die gemeldete 51-Prozent-Vorgabe bedeutet

Die Vorgabe wäre eine Mindestquote für nicht-chinesische Kunden, kein generelles Verbot, chinesische Unternehmen über ausländische Cloud-Anbieter zu bedienen. Rechnerisch blieben höchstens 49 Prozent für chinesische Kunden, falls diese beiden Gruppen zusammen den gesamten erfassten Dienstleistungsumfang ausmachen. Eine Anweisung zu einer solchen 49-Prozent-Obergrenze wird nicht berichtet.

Die Anweisung sei in den Monaten vor dem Bericht mündlich über Nvidia-Vertriebs- und Regionalteams weitergegeben worden. Kju zufolge hat Nvidia den Bericht auf Anfrage der AFP weder bestätigt noch dementiert. Die Berichte nennen weder einen Starttermin noch eine Berechnungsgrundlage oder ein Prüfverfahren für die Quote.

Künftige Verträge wären weltweit betroffen

Laut dem Bericht soll die Vorgabe weltweit für künftige Verträge gelten. Bestehende Leasingverträge seien davon ausgenommen. Sie beträfe damit die Verteilung der Cloud-Dienste auf Kundengruppen, nicht pauschal den Zugang chinesischer Unternehmen zu Rechenleistung im Ausland.

Cloud-Anbieter könnten Schwierigkeiten mit der Kundenverteilung bekommen

Chinesische Technologieunternehmen nutzen laut dem Bericht ausländische Cloud-Kapazitäten auch für anspruchsvolle KI-Arbeiten wie das Training von Modellen. Eine in Singapur ansässige Cloud-Service-Gruppe sagte dem Bericht zufolge, es sei schwierig, außerhalb der USA genügend nicht-chinesische Kunden zu gewinnen. Eine strenge Umsetzung würde nach Einschätzung der Gruppe dem Geschäft schaden.